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Kirche für Kids  Seite drucken

Hilfe für Kinder aus dem Senegal

Drei Freundinnen aus dem Senegal
© Kindermissionswerk
Die Freundinnen Marie, Sanou und Nidiaye aus dem Senegal freuen sich über die Spenden der Sternsinger.

Laura und Lukas waren als Sternsinger unterwegs

Müde aber glücklich kommen Laura und Lukas vom Sammeln zurück. Sie sind in diesem Jahr nämlich Sternsinger. Daniela, eine junge Studentin, die bei den Sternsingern mithilft, hat die Kinder begleitet.

"Stell euch vor!", ruft Laura, als sie nach Hause kommt. "Wir hatten über 200 Euro in unserer Büchse!" "Ganz toll!", lobt Lauras Vater. Und dann bittet er Daniela, hereinzukommen. Es gibt heiße Schokolade und Weihnachtsplätzchen.

"Wofür sammeln die Sternsinger denn diesmal?", fragt Lauras Mutter. "Das kann die Daniela ganz toll erklären!", ruft Lukas. Daniela lässt sich nicht zweimal bitten und beginnt zu erzählen:

Besonders knapp ist Wasser

"Das Beispielland für die Sternsinger-Aktion ist diesmal der Senegal an der  Westküste Afrikas. Das Land ist sehr arm, und vor allem in der Mitte und im Norden des Senegals ist das Wasser knapp. In der Trockenzeit von Dezember bis Mai sind die Landwirte auf Brunnen angewiesen, um die Felder zu bewässern.

Tausende von Kindern und Frauen legen mehrmals am Tag viele Kilometer zu Fuß zurück, um Wasser für ihre Familien zu besorgen. Nur 56 Prozent der ländlichen Bevölkerung verfügt über sauberes Trinkwasser.

Zum Glück gibt es in der Sahelzone aber ein Schulprojekt der Diözesan-Caritas Saint-Louis, das nun unter anderen vom Geld der Sternsinger-Aktion unterstützt wird. Anfangen wollen die Caritas-Mitarbeiter in zehn Vor- und Grundschulen in der trockenen Sahelzone. Die Schulen sollen Zugang zu Wasser erhalten und mit ausreichenden sanitären Anlagen ausgestattet werden.

Andererseits sollen die Kinder neue Wege finden, wie sie in Zukunft ihr Leben in der trockenen Sahelzone gestalten können. Um die Kinder auf diesem Weg zu begleiten, müssen zunächst die Lehrer ausgebildet werden.

An jeder der zehn Schulen sollen dazu Fortbildungen in den Bereichen Gesundheit und Hygiene sowie Umweltschutz angeboten werden. Dabei geht es um Themen wie Brandschutz, Anlage und Pflege neuer Nutzgärten, Abfallentsorgung, sorgsamer Umgang mit Wasser, Körperhygiene, Gesundheitsvorsorge und Grundlagen der Kindermedizin.

Katholische Schulen in einem islamischen Land

Laura unterbricht Daniela und zeigt ihren Eltern ein Foto, auf dem drei Mädchen abgebildet sind. Sie erklärt: "Links ist Marie, in der Mitte Sanou und rechts Nidiaye. Nur Marie ist katholisch, ihre beiden Freundinnen sind Muslima. Aber sie besuchen mit Marie die katholische Schule."

"Ja, an den staatlichen Schulen fällt oft der Unterricht aus, weil die Lehrer kein Geld bekommen", fügt Daniela hinzu. "Darum gehen viele Kinder in katholische Schulen, auch die muslimischen."

Lukas weiß: "Im Senegal sind die meisten Menschen Muslime. 95 von 100 gehören dem Islam an. Nur etwa 4 von 100 sind Christen."

"Ja, aber das ist im Senegal überhaupt kein Problem", sagt Daniela. "Die Menschen mögen und verstehen sich, egal, zu welcher Religion sie gehören. Manchmal gibt es sogar in einer Familie Christen und Muslime. Schließlich sind sie alle Afrikaner. Und das verbindet."

Von Margret Nußbaum
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