logo


E-Mail-Adresse *

Anrede 

Vorname

Nachname

Aktion wählen:
 Anmelden
 Abmelden

Angaben mit * sind Pflichtangaben.


Chronologie  Seite drucken

Der Einsatz am Hindukusch

Trauerfeier für einen in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten.
© KNA
In Afghanistan sind bislang 36 deutsche Soldaten gefallen.

Seit 2002 sind deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert

Ende Dezember 2001 beschloss der Bundestag die Beteiligung deutscher Soldaten an der von den Vereinten Nationen genehmigten International Security Assistance Force (ISAF), einer internationalen Sicherheits- und Aufbaumission in Afghanistan unter Führung der NATO. Katholisch.de dokumentiert in einer Chronologie die wichtigsten Ereignisse des bisherigen Einsatzes der Bundeswehr:

22. Dezember 2001: Der Bundestag stimmt der Beteiligung von bis zu 1.200 deutschen Soldaten am ISAF-Einsatz zu. Zwei Tage zuvor hatten die Vereinten Nationen mit einer Resolution das entsprechende Mandat für den zunächst auf sechs Monate begrenzten Einsatz erteilt.

14. Januar 2002: Deutsche Soldaten beteiligen sich erstmals an Patrouillen in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

6. März 2002: Beim Entschärfen einer Flugabwehrrakete sterben in Kabul zwei deutsche und drei dänische Soldaten. Die getöteten Bundeswehr-Soldaten sind die ersten deutschen Opfer des ISAF-Einsatzes.

20. Dezember 2002: Der Bundestag beschließt eine Verlängerung des Mandats für die ISAF-Truppen sowie eine Aufstockung des deutschen Kontingents auf maximal 2.500 Soldaten. In den kommenden Jahren wird der Einsatz der Bundeswehr immer wieder turnusmäßig vom Parlament verlängert.

21. Dezember 2002: Beim Absturz eines Bundeswehr-Hubschraubers über Kabul kommen sieben deutsche Soldaten ums Leben.

7. Juni 2003: Bei einem Selbstmordattentat auf einen Bundeswehr-Bus in Kabul werden vier Soldaten getötet und 29 verletzt.

27. August 2003: Zur Sicherung des zivilen Wiederaufbaus außerhalb von Kabul verlegt die Bundeswehr 250 Soldaten in die nordafghanische Stadt Kundus. Dort wird das erste von Deutschland geführte Provicial Reconstruction Team (PRT), eine Einheit zur Unterstützung des Wiederaufbaus, aufgebaut.

März 2004: Im nordöstlich von Kundus gelegenen Feisabad wird unter Beteiligung der Bundeswehr ein zweites PRT aufgebaut.

28. September 2005: Der Bundestag beschließt - neben der Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes - eine Erhöhung des deutschen Kontingents auf maximal 3.000 Soldaten.

14. November 2005: Bei einem Sprengstoffanschlag auf ein deutsches Fahrzeug der ISAF-Truppe in Kabul wird ein deutscher Soldat getötet, zwei weitere werden schwer verletzt.

2. August 2006: Im nordafghanischen Masar-i-Scharif wird mit 1.000 Soldaten das größte Feldlager der Bundeswehr im Ausland errichtet.

19. Mai 2007: Bei einem Selbstmordanschlag im Stadtzentrum von Kundus sterben drei deutsche Soldaten, fünf weitere und ein afghanischer Dolmetscher werden zum Teil schwer verletzt.

27. August 2008: Bei einem Anschlag auf eine deutsche ISAF-Patrouille unweit von Kundus wird ein deutscher Soldat getötet, drei weitere werden verletzt.

16. Oktober 2008: Der Bundestag beschließt eine Erhöhung des deutschen Truppen-Kontingents auf 4.500 Soldaten.

29. April 2009: Eine deutsche PRT-Patrouille gerät nordwestlich von Kundus in einen Hinterhalt. Bei dem anschließenden Feuergefecht stirbt ein Bundeswehr-Soldat.

23. Juni 2009: Drei deutsche Soldaten sterben, als ihr Fahrzeug in Folge eines Terrorangriffs südwestlich von Kundus von der Fahrbahn abkommt und sich überschlägt.

27. Juli 2009: Eine neue "Taschenkarte", in der den Soldaten Verhaltensregeln für den Einsatz gegeben werden, erweitert angesichts der verschärften Sicherheitslage die Erlaubnis zum Schießen. 

4. September 2009: Bei einem von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklaster sterben in der Nähe von Kundus bis zu 142 Menschen, darunter auch zahlreiche Zivilisten.

16. Dezember 2009: Zur Aufklärung des Luftangriffs vom 4. September konstituiert sich der Verteidigungsausschuss des Bundestags als Untersuchungsausschuss.

01. Januar 2010: Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann, übt in ihrer Neujahrpredigt in der Dresdner Frauenkirche heftige Kritik am Afghanistan-Einsatz. Daraufhin entbrennt in der Öffentlichkeit eine breite Debatte über den Sinn und die Ziele des Engagements der Bundeswehr am Hindukusch.

Von Steffen Zimmermann
zum Anfang zum Anfang
Das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland
© Katholisch.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Katholisch.de-Redaktion