Jesus im Tempel

Wie Jesus Geldwechsler und Tierhändler aus dem Tempel schmiss
Laura und Lukas hören gern Geschichten von Jesus. Eine finden sie besonders spannend. Lauras Mama liest sie ihnen vor:Benjamin ist ein Junge aus Jerusalem. Er war dabei, als Jesus im Tempel Tische und Stühle umwarf und Geldwechsler und Viehhändler fortjagte. Der Junge läuft schnell zu seinen Freunden, um ihnen alles zu erzählen.
Tische umgeschmissen
"David, Jakob! Kommt schnell!", ruft Benjamin. Die beiden Jungen strecken neugierig ihre Köpfe zum Fenster heraus. Jakob ruft: "Was ist denn los, Benjamin? Warum bist du so aufgeregt?" "Ich komme gerade vom Tempel", antwortet Benjamin. "Da ist vielleicht was los! Jesus war dort. Er hat die Geldwechsler und Viehhändler hinausgeworfen. Alle Tische und Stühle hat er umgeschmissen."
"Was sagst du?", fragt David erstaunt? Das kann doch nicht Jesus gewesen sein. Er ist doch immer so friedlich." "Doch, er war es!", sagt Benjamin. "Ich bin ganz sicher, denn ich habe ihn genau erkannt.“ Und dann erzählt er:
Schekel als Tempelsteuer
"Ich ging gerade am Tempel vorbei, da hörte ich einen Riesenlärm. Schafe blökten, Ziegen meckerten, Enten schnatterten und Hühner gackerten. Menschen schrieen durcheinander. Ich ging in den Hof des Tempels. Normalerweise beten dort Menschen. Doch heute ging es zu wie auf dem Wochenmarkt. Die Viehhändler verkauften ihre Tiere an die vielen Pilger. Denn die Pilger wollten sie am Passahfest im Tempel opfern. An Tischen saßen Geldwechsler. Sie wechselten das Geld in Schekel."
"Klar, wir haben ja bald Passahfest", sagt David, da müssen unsere Eltern Schekel als Tempelsteuer abgeben. Mein Vater hat heute noch gesagt, dass er Geld wechseln muss." Benjamin meint: "Aber sag deinem Vater, dass er aufpassen soll. Denn die Geldwechsler haben viel zu viel Geld für die Schekel verlangt." Er erzählt weiter:
Da wurde Jesus wütend
"Dann kam Jesus. Er beobachtete das Treiben im Tempel eine Weile. Richtig wütend sah er aus. Ich dachte noch, gleich passiert was. Da begann Jesus auch schon laut zu schreien: 'Hinaus aus dem Tempel! Verschwindet! Ihr habt aus dem Haus Gottes eine Räuberhöhle gemacht!’
Die Viehhändler und Geldwechsler und auch die Priester begannen zu murren. Doch Jesus warf alle Tische und Stühle um, er trieb die Tiere aus dem Tempel und jagte die Leute fort. 'Wie kann er es wagen, die Priester aus dem Tempel zu jagen?’, fragten die Pilger. Sie umringten Jesus, denn sie hatten schon viel von ihm gehört. Auch ich ging zu ihnen.
Jesus schaute uns freundlich an. Dann erklärte er, warum er so wütend geworden war: 'Die Viehhändler haben für ihre Tiere zwanzigmal so viel Geld verlangt wie sonst. Sie wollten euch Pilger betrügen. Auch die Geldwechsler sind nicht besser. Und das Schlimme ist, dass die meisten Priester mit ihnen unter einer Decke stecken. Sie lügen und betrügen im Tempel – an dem Ort, wo Menschen zu Gott beten.’ Wir alle fanden es gut, was Jesus getan hatte."
"Das finde ich auch", meint Jakob. "Ein Tempel ist schließlich kein Jahrmarkt." Und David sagt: "Es ist gut, dass Jesus ihnen auf die Schliche gekommen ist und sie aus dem Tempel gejagt hat."
Jesus ist cool
"Ich hätte die Händler und Geldwechsler auch aus dem Tempel vertrieben", sagt Lukas. Laura lacht: "Das sieht dir ähnlich. Bestimmt hättest du auch wie Jesus Tische und Stühle umgeschmissen." "Und ob!", meint Lukas. "Jesus hatte doch Recht."
Laura meint: "Ob Jesus denn auch in der Schule sein Heft vom Tisch gefegt hätte wie du heute morgen?" "Bestimmt!", lacht Lukas. "Denn Jesus konnte ganz schön wütend werden. Das erzählt ja die Geschichte vom Tempel." "Ich finde Jesus cool, denn er hat sich für die armen Pilger eingesetzt", meint Laura. Lukas nickt mit dem Kopf: "Ja, er ist wirklich cool. Er mischt sich ein, wenn anderen Unrecht geschieht."
