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Lukas sucht den Himmel

außerirdisches Männchen in einer Rakete
© Ancello/Fotolia.com
Nächtlicher Besuch: Ein kleines Männchen landet bei Lukas und schickt ihn auf eine Reise in den Himmel.

Im Traum wird Lukas klar, wie gut er es hat

Lukas liegt im Bett. Er ist sauer auf seine Mama, denn sie hat ihm verboten, den Actionfilm im Fernsehen anzuschauen. "Alle anderen dürfen ihn auch gucken!", hat Lukas gesagt, obwohl er genau weiß, dass nur Benni darf und sonst niemand. Von dem, was seine Mama ihm erklärte, wollte Lukas nichts wissen. Er war sauer, stinksauer. Am liebsten wäre er ganz weit weggelaufen. Doch nun ist Lukas eingeschlafen und beginnt zu träumen...

Nanu! Was ist denn das? Da landet eine kleine Rakete vor dem Kinderzimmerfenster. Die Einstiegsluke geht auf, und heraus springt ein kleines Männchen.

"Bist du ein Außerirdischer?", fragt Lukas. Das Männchen nickt. "Kommst du vom Himmel?", möchte Lukas wissen. Das Männchen fragt: "Was glaubst du denn, wo der Himmel ist?" "Da oben!", sagt Lukas und zeigt hinauf zum Sternenhimmel.

Eine Reise mit der Rakete

Das Männchen fragt: "Was glaubst du, was im Himmel ist?" Lukas antwortet: "Ich glaube, dass dort Menschen sind, die sich liebe haben." Da sagt das Männchen: "Du darfst mit meiner Rakete dorthin fliegen, wenn du möchtest." "Au ja!", jubelt Lukas, und das Männchen lacht: "Steig nur ein, die Rakete lässt sich ganz leicht steuern. Ich warte im Himmel auf dich!"

Lukas steigt ein, und schon fliegt die Rakete los. Sie kommt an vielen Sternen und Planeten vorbei. Auf den meisten Planeten kann Lukas nicht landen. Viele sind glühend heiß, andere eisig kalt. Nirgendwo entdeckt er auch nur einen einzigen Menschen. Enttäuscht murmelt Lukas: "Den Himmel hätte ich mir anders vorgestellt!"

Da sieht er plötzlich einen Wegweiser. "Zum Himmel" steht darauf. Aber er zeigt nicht nach oben, sondern nach unten. "Vielleicht bin ich zu hoch geflogen", überlegt Lukas. Er steuert die Rakete wieder zurück. Da sieht er die Erde vor sich. Städte und Dörfer fliegen vorbei. Die Rakete landet wieder vor Lukas' Haus. Dort erwartet ihn das Männchen.

Der wahre Himmel

Lukas mault enttäuscht: "Du hast mir den Himmel versprochen, aber ich habe ihn nicht gefunden." "Du bist im Himmel", antwortet das Männchen. Da kommt Lukas' Mama. Sie läuft ihm entgegen, nimmt ihren Jungen in die Arme und drückt ihn ganz fest.

"Ich hab dich lieb!", sagt sie "Ich dich auch!", flüstert Lukas. "Du bist die liebste Mama der Welt!" Als er wieder in seinem Bett liegt, hüpft das Männchen ins Zimmer und sagt: "Überall, wo Menschen sich lieb haben, ist der Himmel" "Ich weiß", murmelt Lukas und schläft glücklich ein.

Von Margret Nußbaum
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