Janisch und Wolfsgruber geehrt

Die katholischen Bischöfe zeichnen das Bilderbuch "Wie war das am Anfang" aus
Heinz Janisch und Linda Wolfsgruber sind für ihr Bilderbuch "Wie war das am Anfang" mit dem 21. Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde aus Anlass der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erstmals in Essen verliehen. 60 Verlage hatten sich mit 324 Büchern an dem Wettbewerb beteiligt. Niemand sei zufällig entstanden, jeder einzelne Mensch von Gott gewollt, so lautet nach Überzeugung der Fachjury unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm die christliche Botschaft des prämierten Werkes aus dem Wiener Dom-Verlag.Den Preis überreichte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Rottenburgs Bischof Gebhard Fürst. Er hob die Bedeutung der literarischen Auszeichnung hervor, die eine "Spurensuche" sei, in der es darum gehe, "das Religiöse und Christliche in den unterschiedlichen Werken aufzuspüren". Fürst betonte als vorrangiges Ziel einer christlichen Erziehung, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten zu schaffen, selbst zu entdecken, zu erfinden, zu erfahren und zu erspüren.
"Nur so lässt man Menschen frei heranwachsen, die in der Lage sind, eine eigene Meinung zu entwickeln und Neues zu schaffen". Dabei gehe es häufig um Gotteserfahrung, die in der Jugendliteratur präsent sei, "auch wenn es sich zuweilen um eine gebrochene und fragmentarische Erfahrung von Gott handelt. Gott ist, aller postmodernen Säkularisierung zum Trotz, ungebrochen eine Anlaufstelle für Fragen, die nicht alleine zu beantworten sind", so der Bischof.
Gäste aus Kirche, Kultur und Gesellschaft
An der Preisverleihung nahmen zahlreiche Gäste aus Kirche, Kultur und Gesellschaft teil, unter ihnen auch der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck. In seiner Laudatio auf die Preisträger hob der Vorsitzende Geschäftsführer der RUHR.2010, Fritz Pleitgen, die Bedeutung des Bilderbuches hervor, das auch am Ende noch Fragen offen lasse: "Die Illustrationen von Linda Wolfsgruber bieten viel Raum für Imaginationen; die Fragen von Heinz Janisch regen zum Weiterdenken an."
Pleitgen unterstrich den Wert von Kinder- und Jugendliteratur. Dabei sei es notwendig, Kinder und Jugendliche nicht nur als Konsumenten zu verstehen, sondern als Akteure: "Das, was wir als Kinder und Jugendliche erfahren und lernen, ist bestimmend dafür, wie wir als Erwachsene unsre Umwelt wahrnehmen und Kultur mit gestalten.
Darum sind kulturelle Bildung und das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an Kreativität ein absolutes Muss - unabhängig von Finanzkrisen und klammen Kassen der Kommunen. Wer meint, an diesem Punkt sparen zu müssen, richtet einen irreparablen Schaden an - an unseren Kindern und damit an der gesamten Gesellschaft", so Pleitgen.
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