Zwischen Familienglück und Scheidungsdrama

Die katholische Kirche unterstützt Familien mit konkreten Hilfsangeboten
Viele junge Menschen sehen in Eheschließung und Elternschaft nach wie vor ein bevorzugtes Lebensmodell, und die meisten Kinder wachsen bei ihren miteinander verheirateten leiblichen Eltern auf.
Unterschiedliche Familienmodelle
Parallel steigt die Scheidungsrate kontinuierlich, während die Zahl der Eheschließungen und Geburten rückläufig ist. Die Gründe dafür sind vielfältig: Längere Ausbildungszeiten, zunehmende beruflich erforderliche Mobilität und Leistungsdruck, mangelnde Zeit und individuelle Lebensstile machen es für viele Menschen schwer, sich für eine verbindliche Lebenspartnerschaft oder Kinder zu entscheiden. Ebenso wächst die Zahl derjenigen Paare, die ungewollt kinderlos bleiben.
Demgegenüber stehen ermutigende Erfahrungen: Stärker als je zuvor werden Partnerschaftlichkeit und Gleichberechtigung in den Familien groß geschrieben. Eltern bemühen sich, den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht zu werden, sie entsprechend ihrer Begabungen zu fördern. Die Kindererziehung ist häufig auch ein Beispiel für funktionierende Generationensolidarität: Viele Großeltern unterstützen die jüngere Generation bei der Erziehung und Betreuung der Kinder.
Beratung und Gemeinschaft
In diesen vielfältigen Herausforderungen unterstützt die katholische Kirche Familien mit konkreten Angeboten: Katholische Kindergärten und Schulen stehen für eine an den christlichen Werten orientierte Erziehung und erfreuen sich bei Eltern und Schülern großer Beliebtheit. Auch bei Problemen in Partnerschaft und Erziehung bieten die Ehe- Familien- und Lebensberatungsstellen Rat und Hilfe. In den Pfarrgemeinden kann Gemeinschaft mit anderen Familien (z.B. in Familienkreisen) und seelsorgerische Begleitung erfahren werden.
Gesellschaftspolitisches Engagement
Die katholische Kirche engagiert sich auch auf gesellschaftspolitischer Ebene stark für Familien: Vor dem Hintergrund des siebten Familienberichtes, der im Auftrag der Bundesregierung bis 2005 erstellt wird, fordert Kardinal Sterzinsky , Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie von der Politik die Verbesserung der außerfamiliären Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, familiengerechte Arbeitszeitorganisationen in Unternehmen und Lastenverteilung in den Sozialversicherungssystemen. Auf euröpäischer Ebene setzt sich die EU-Bischofskommission aktuell dafür ein, dass die Familien in der EU-Politik einen höheren Stellenwert bekommen.











