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Von Altötting bis Tschenstochau

Katholisch.de zeigt bekannte Wallfahrtsorte in aller Welt

"Ich bin dann mal weg" - unter diesem Titel erzählte der Entertainer Hape Kerkeling vor einigen Jahren von seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Das Buch wurde zum Bestseller und löste einen neuen Wallfahrts-Boom aus. Katholisch.de zeigt in einer Bildergalerie bekannte Wallfahrtsorte in aller Welt.

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© KNA

Altötting

Der oberbayerische Wallfahrtsort Altötting gilt als "katholisches Herz Bayerns". In der 90 Kilometer östlich von München gelegenen 13.000-Einwohner-Stadt könnten die Katholiken "Kirche als mütterlich tragende Gemeinschaft erfahren", wie Papst Benedikt XVI. vor einiger Zeit in einem Geleitwort für einen Stadtführer schrieb. Mehr als eine Million Menschen pilgern jährlich zur Schwarzen Madonna in die Gnadenkapelle.

Die vermutlich in Burgund oder am Oberrhein geschnitzte Marienfigur mit dem Jesuskind kam um 1330 nach Altötting, wo die Gottesmutter seit dem neunten Jahrhundert verehrt wurde. Berichte von zwei Heilungswundern 1489 begründeten die nunmehr über 500-jährige Tradition der Wallfahrt. Städtepartnerschaften verbinden Altötting mit den Wallfahrtsorten Fatima, Loreto, Lourdes, Mariazell und Tschenstochau.

Im Umgang der Kapelle finden sich rund 2.000 Votivtafeln aus mehreren Jahrhunderten. Der Brauch, sich mit einem Bild bei der Gottesmutter für ihre Hilfe in der Not zu bedanken, hat sich bis heute erhalten. Auch das Herrscherhaus der Wittelsbacher, das Maria zur Schutzpatronin Bayerns machte, hat eine besondere Beziehung zu Altötting. Kurfürsten und Könige ließen ihre Herzen in silbernen Urnen in einer Wandnische nahe dem Gnadenbild bestatten.

Von Steffen Zimmermann
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