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Mehrgenerationenhaus  Seite drucken

Das Mehrgenerationenhaus als Netzwerk

Logo des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhaus
© Bundesfamilienministerium

Ein Aktionsprogramm des Bundesfamilien- ministeriums

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus wurde vom Bundesfamilienministerium  ins Leben gerufen. Es geht nicht darum neue Häuser zu bauen, sondern bestehende Einrichtungen und Netzwerke zu Mehrgenerationen- häusern auszubauen. Der Gewinn dieser Idee liegt in der Zusammenarbeit einiger Hauptamtlicher und vieler Ehrenamtlichen. Die Besucher der Einrichtungen sind auf diese Weise zugleich Mitarbeiter.

So entsteht ein generationenübergreifendes Netzwerk, in das sich jeder mit seinen persönlichen Fähigkeiten einbringen kann. Alle leisten etwas, es gibt kein einseitiges Verhältnis zwischen Gebenden und Empfangenden. Niemand ist zu alt, um eigenes Wissen und persönliche Kompetenzen mit anderen teilen zu können. So kann eine Rentnerin auf das kleine Kind einer alleinerziehenden Mutter aufpassen, während diese einkaufen geht und Besorgungen für die „Leih-Oma“ gleich mit erledigt. Jugendliche geben Handy-Kurse für Senioren, dafür bietet eine Lehrerin nach Feierabend Hausaufgabenhilfe für die Kinder der Nachbarschaft an.

Fast alle Einrichtungen haben ein Café, dass alle Generationen an einen Tisch bringt. Es entlastet zum Beispiel berufstätigen Eltern, die mit ihren Kindern dort essen können. Für ältere Menschen ist das Cafe ein Ort, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Ein bunter Marktplatz

An diesem bunten Marktplatz von Dienstleistungen beteiligen sich auch kommunale Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder Bibliotheken. Zudem arbeiten die Mehrgenerationenhäuser mit örtlichen Unternehmen zusammen.

Insgesamt werden derzeit 500 Einrichtungen zu Mehrgenerationenhäusern ausgebaut und durch das Bundesfamilienministerium finanziert. Etwa zehn Prozent der Einrichtungen sind in städtischer oder kommunaler Trägerschaft organisiert. Zwanzig Prozent der Mehrgenerationenhäuser werden von kirchlichen Organisationen betrieben und mehr als die Hälfte aller Mehrgenerationenhäuser gründet sich auf private Initiativen.

Ein Viertel der Einrichtungen hat seinen Schwerpunkt auf die Stärkung von Familie gelegt. Jeweils zehn Prozent der Häuser widmen sich verstärkt der Seniorenbildung, der Kulturarbeit und der Kinderbetreuung. Fast 20 Prozent der ausgewählten Mehrgenerationenhäuser sind offene Bürgertreffs in kirchlicher Trägerschaft. (jm)

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