"Verschon' mein Haus, zünd' andere an"

Der heilige Florian ist der Schutzpatron gegen Feuergefahr
An vielen deutschen Feuerwehrhäusern kann man ihn in Form eines Bildes oder einer Statue bewundern: den heiligen Florian. Er gilt seit Jahrhunderten als Nothelfer vor allem bei Gefahr von Feuer und bei Feuerbrünsten. Der im dritten Jahrhundert in Zeiselmauer bei Wien geborene Florian starb in der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian den Märtyrertod. Florian war getauft und christlich erzogen worden. Später wurde er Offizier im römischen Heer und Leiter der Kanzlei des kaiserlichen Statthalters im römischen Lauriacum, dem heutigen Lorch bei Ems in Oberösterreich.Als er versuchte, 40 Christen zur Flucht aus dem Gefängnis zu helfen, wurde er selbst festgenommen. Trotz Folter weigerte er sich, den römischen Göttern zu opfern und seinem Glauben abzuschwören. Am Ende wurde Florian umgebracht: Die Schergen hängten dem Offizier einen Mühlstein um den Hals und warfen ihn in die Enns.
Gefragter Heiliger
Der heilige Florian ist unter anderem Patron von Oberösterreich, von Bologna und Krakau. Schutzheiliger gegen Feuergefahr ist er erst lange nach seinem Martyrium geworden - vermutlich wegen seines gewaltsamen Todes im Wasser hat er im 15. Jahrhundert Laurentius und Agatha von dieser Aufgabe abgelöst. Zuständig ist Florian aber auch als Schutzheiliger gegen Hochwasser. Kaminkehrer und Schmiede bitten Florian ebenso um Hilfe wie Bauern bei Dürre und Unfruchtbarkeit ihrer Äcker.
Doch ist der "Wasserkübelmann", als der Florian oft abgebildet wird, vor allem bei Feuergefahr ein häufig angerufener Helfer. Davon zeugen auch nicht ganz so fromme Verse wie: "Heilger Sankt Florian, verschon' mein Haus, zünd' andere an". An einem österreichischen Wohnhaus steht der Spruch geschrieben: "Es brennt, o heiliger Florian, heut' aller Orts und Enden. Du aber bist der rechte Mann, solch Unglück abzuwenden."
