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Seelsorge und Kirche

Erschaffung des Adam
© Gemeinfrei

"Ich bin der, der immer für euch da ist"

"Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi." Dieser Satz steht einleitend über der Pastoralkonstitution des 2. Vatikanischen Konzils. Er öffnet den Blick für die Zielrichtung kirchlichen Handelns in der Seelsorge.

Biblisch-theologische Begründung

Die Kirche selbst ist "Zeichen und Werkzeug" für Gottes Heil in der Welt. Gott hat sich in der Geschichte mit seinem Volk als menschenfreundlicher Gott offenbart, der Sorge trägt um seine Geschöpfe. In seinem Namen kommt dies zum Ausdruck: "Ich bin der, der immer für euch da ist" (vgl. Ex 5, 14f).

Jesus von Nazaret verkündet in seinen Worten und Taten, durch sein Leben und Sterben endgültig, wer und wie Gott für die Menschen ist: Er ist ein Gott der heilt, der versöhnt und Menschen zusammen führt. Besonders geht er denen nach, die vom Leben nur wenig zu erwarten haben, den Vergessenen, Vernachlässigten, Verlorenen, Benachteiligten.

Die Kirche ist gerufen, in der Nachfolge Jesu Christi durch die Geschichte hindurch die Erinnerung an Gottes Heilshandeln wach zu halten. Als bleibendes und erfahrbares Zeichen seiner Nähe in dieser Welt kommt ihr der Auftrag zu, im Lobpreis Gottes durch die Verkündigung des Evangeliums und dem Dienst an den Menschen, zu helfen Gottes Liebe sichtbar zu machen.

Handelnde Personen

Dies geschieht konkret in den unterschiedlichen Formen und Feldern kirchlicher Praxis und Seelsorge (Pastoral). Priester und Diakone sowie Laienmitarbeiter werden für den seelsorglichen Dienst in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen beauftragt.

Alle Christen, sind durch ihre Taufe dazu berufen, den Glauben zu bezeugen, andere Menschen zu begleiten und sie zu ermutigen, ihr Leben am Evangelium auszurichten. Die viele ehrenamtlichen Mitarbeiter sind in den vielfältigen Aufgaben der Gemeindepastoral unverzichtbar.

Bereiche seelsorglicher Praxis

Die meisten Menschen kommen in ihrer Pfarrgemeinde mit der seelsorglichen Praxis in Berührung: etwa beim Pfarrbesuchsdienst, Familien- und Altenseelsorge, Behinderten- und Krankenseelsorge oder der seelsorgliche Begleitung in Krisensituationen.

Die Gemeindeseelsorge lebt aus einem Miteinander haupt- und ehrenamtlicher Dienste sowie der Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Darüber hinaus gibt es seelsorgliche Dienste, die aufgrund einer besonderen Beauftragung von eigenen kirchlichen Stellen wahrgenommen werden. Dazu zählen unter anderem die Telefonseelsorge, kirchliche Beratungsstellen oder die Internet- und Cityseelsorge. Die Mitarbeit in solchen besonderen Diensten setzt eine entsprechende Ausbildung und Beauftragung voraus. zum Anfang zum Anfang
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