Lauras Gebet im Advent

Lauras Gebet
Lieber Gott,das war vielleicht ein hektischer Tag! Mama wollte nur mal schnell zum Einkaufen gehen und kam erst zweieinhalb Stunden später nach Hause. Sie stöhnte: „Im Supermarkt standen endlos lange Menschenschlangen vor den Kassen. Die Leute haben eingekauft, als gäbe es morgen nichts mehr.“
Und das alles nur, lieber Gott, weil bald Weihnachten ist!
Papa kaum auch viel später als sonst vom Büro nach Hause. Er stöhnte: „In der Stadt ging nichts mehr vor und nichts mehr zurück. Die Parkhäuser waren überfüllt. In den Geschäften war es laut und hektisch. Und in der Fußgängerzone wurde man ständig angerempelt. Denn die Leute schleppten große Taschen voll mit Geschenken.“
Und das alles nur, lieber Gott, weil bald Weihnachten ist!
Weißt du was, lieber Gott?! Mama und Papa taten mir Leid. Ich habe für Sie Kakao gekocht, die Kerzen am Adventskranz angezündet, das dicke Buch mit den Weihnachtsgeschichten aus dem Bücherregal geholt und auf ein Blatt Papier geschrieben: „Hier ist es nicht laut und hektisch. Ihr dürft euch ausruhen, und ich lese euch etwas vor.“
Du glaubst gar nicht, lieber Gott, wie Mama und Papa sich gefreut haben!
Ich danke dir, lieber Gott, dass ich so gute Eltern habe. Bitte hilf uns, in der Adventszeit öfter mal eine Pause zu machen. Damit wir uns jeden Tag ein bisschen mehr auf Weihnachten freuen.
Amen
