Medienkompetenz

Medienkompetenz ist mehr als versierter Umgang mit Technik
Seit Jahren ist Medienkompetenz das Schlagwort aller Politiker. Doch während darunter meistens eindimensional der kompetente Umgang mit digitaler Technik verstanden wird, steckt hinter dem Begriff viel mehr.Neben der technischen Seite spielt die soziale Dimension eine große Rolle: Ich muss entscheiden können, welche Angebote ich wahrnehme und welchen Raum ich ihnen gebe. Es ist wichtig, den Mix aus verschiedenen Medien zur eigenen Kommunikation zu nutzen. Außerdem sollten Mediennutzer die Sprache der neuen Kommunikationsformen wie Chat und Mail genauso beherrschen wie die Unterscheidung zwischen virtuellen und realen Erfahrungen.
Doch auch ästhetische Fragen wie zum Beispiel die Bildsprache haben Einfluss darauf, ob Medien ansprechen und „wirken“. Diese ästhetische Dimension der Medienkompetenz steht mit der affektiven in Zusammenhang: Wenn Bilder ansprechend oder abstoßend sind, provozieren diese Gefühle und Affekte. Medienkonsumenten sollten die Wirkung genauso einschätzen können wie die moralische Dimension von Medien. Neue Formate, die die Ekelschwelle überschreiten oder in Shows Spiel-Kandidaten unter Druck setzen, provozieren zu ethischer Auseinandersetzung.
Angesichts dieser verschiedenen Dimensionen von Medienkompetenz machen die stets im Mittelpunkt stehenden Fragen des technischen Handlings nur einen Bruchteil aus. Zum Erwerb von Medienkompetenz haben Kindergarten und Schule ihren Beitrag zu leisten, aber eine zentrale Aufgabe liegt in den Familien.
Doch Eltern fragen sich oft, wie der richtige Umgang mit Medien aussieht: Sind die Teletubbies für Kleinkinder das Richtige? Wie harmlos sind Computerspiele? Welche Wirkung hat Gewalt im Fernsehen? Ist das Internet schon `was für Kinder? Diesen Fragen geht katholisch.de in der Rubrik Medienerziehung nach.
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