"Es war Ostern - zum ersten Mal!"

Suzanne von Borsody liest "Pedro - eine österliche Symbolgeschichte"
Der "Weiße Sonntag" gilt seit altersher als erster Ostersonntag der Kinder. Ostertheologie und Erstkommunion gehören eng zusammen. Die Themen Auferstehung und "erstes Licht der Eucharistie" kennzeichnen diesen besonderen Tag. Und darum geht es in der Geschichte von Max Bolliger, auf der CD gelesen von Suzanne von Borsody: Pedro bringt viele Oster- und Kommunionsymbole kindgerecht zur Sprache. Es ist wichtig, diese Symbole zu vergegenwärtigen, denn ohne solche Symbole wird das Christentum farblos.Das Ei und der Hahn
Das Ei erinnert an das Grab Jesu, das Ausschlüpfen neuen Lebens aus dem Ei an das Emporsteigen Christi zum neuen Leben der Auferstehung. Auch in der Kommunionvorbereitung kann man den Kindern mit Hilfe dieser österlichen Geschichte sehr anschaulich verdeutlichen, dass das Osterei ein altes christliches Symbol ist, mehr als bloßer Schokoladengeschmack. Das Ei ist das Symbol von Sterben und Auferstehen. Willi Fährmann schreibt: "Wenn die Menschen sich zu Ostern Eier schenken, dann werden sie durch dieses Zeichen daran erinnert: Jesus lebt. Er ist wahrhaftig von den Toten auferstanden." Im Symbol des zerbrochenen Eis wird deutlich: Ostern ist das Fest der Befreiung aller Menschen von den Fesseln des Todes. Der Hahn gilt als Symbol der Wachsamkeit. Er will sagen: "Seid wachsam. Verschlaft nicht den Tag, an dem Christus einst wieder kommt."
Mit Jesus verbunden - Der Weinstock und die Reben
Brot und Wein sind Zeichen der Gastfreundschaft. Besonders der Wein ist ein Symbol des Lebens, des Festes und der Freude. Er steht für die göttliche Liebe und Lebensfülle. Das Bildwort: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben." (Joh 15,5) bezeichnet Einheit, Frieden und Hingabe. Jesus hat den Wein genommen und gesagt: "Das ist mein Blut ."(Mk 14, 24). Messwein muss eine besonders gute Qualität besitzen. Deshalb dürfen nur wenige Winzer der Kirche Messwein liefern.
Das Kreuz ist das christliche Heilszeichen schlechthin. Jesus, Gottes Sohn, ist für uns am Kreuz gestorben und am dritten Tage auferstanden. Das Kreuz führt vom Tod zum Leben. Der senkrechte Balken symbolisiert die Verbindung Gottes zu den Menschen, der waagerechte die der Menschen untereinander. Das Kreuz verbindet Himmel und Erde. Durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz hat Jesus alles menschliche Leid auf sich genommen. Überall wo wir Kreuze finden, sollen sie uns an unseren christlichen Glauben erinnern.
Brot - Zeichen des Lebens
"Der beste Duft ist der von Brot, und die beste Liebe ist die von Kindern." (Graham Greene) 500 verschiedene Brotsorten gibt es. Doch der Weg vom ersten Getreidebrei und Fladen bis zum heutigen Brot war lang und steinig! Ungefähr um 1800 v. Chr. entdeckten die alten Ägypter, dass sich Getreidebrei durch Gärung zu Sauerteig verarbeiten ließ. Der Vorläufer unseres Brotes war erfunden! Das Brot galt als Symbol der Götter. Der antike Mensch glaubte, dass überirdische Wesen das Backen erfunden und es die Menschen gelehrt hätten. Die Bibel berichtet an vielen Stellen von der Getreide- und Brotnahrung, denn die Sorge um das "tägliche Brot" beherrschte den Alltag der Israeliten. Jede Missernte stellte die Existenz radikal in Frage. Vor diesem Hintergrund spricht Jesus in seiner berühmten Brotrede vom "lebendigen Brot" (Joh 6), das nicht verdirbt. In der Eucharistie schenkt sich Jesus selbst in Brot und Wein. Zum Verstehen des eucharistischen Geheimnisses sind für Kinder Geschichten und „Hintergrundinformationen" zum Thema Brot unerlässlich.
Aus: Begleitheft zur Kommunion-CD "Kleines Glück ganz groß" vom Bonifatiuswerk. Der Text "Pedro" stammt aus dem gleichnamigen Bilderbuch.
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