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Die Petrusstatue auf dem Petersplatz.
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Unfehlbarer Vater

Der Papst ist der "oberste Brückenbauer" der katholischen Kirche

Das Papstamt ist eine Besonderheit der römisch- katholischen Kirche. Es hat seinen Ursprung in den Worten Jesu "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen" (Mt 16,18) in der Apostelgeschichte und blickt auf eine lange Tradition zurück. Der Papst - Pontifex Maximus - ist der  oberste Hirte der römisch-katholischen Kirche und Vertreter Christi auf Erden.

Der Titel "Papst" (vom lateinischen papa = Vater) war ursprünglich eine allgemeine Ehrenbezeichnung für Kirchenmänner und Patriarchen. Erst seit der Amtszeit Gregors I. (590-504) wird er ausschließlich für das Oberhaupt der Kirche verwendet. Einen ähnlichen Wandel durchlief die Bezeichnung "Pontifex Maximus", die seit Leo I. (440-461) dem Papst vorbehalten ist. Sie bedeutet so viel wie "oberster Brückenbauer" und wird gerne symbolisch als Brücke zwischen Kulturen, Religionen und Völkern interpretiert.

Oberste Gewalt im Vatikanstaat

In der Vatikanstadt steht der Papst an oberster Stelle und vereint die drei klassischen, üblicherweise geteilten Staatsgewalten auf eine Person: die Gesetzgebung (Legislative), die Rechtsprechung (Judikative) und auch die Durchsetzung des Rechts (Exekutive) liegen in seiner Hand. Hintergrund ist der Jurisdiktionsprimat: Die volle und höchste Gewalt wird demjenigen übertragen, der auf dem Stuhl Petri sitzt und somit in der Nachfolge des Petrus steht.

Aus dieser herausragenden Stellung leitet sich außerdem das Dogma der Unfehlbarkeit ab, das im Jahr 1870 während des Ersten Vatikanischen Konzils beschlossen wurde. Spricht der Papst "ex cathedra" (wörtlich: aus dem Lehrstuhl), so gilt sein Wort in Glaubensfragen als unfehlbar.

Von Gunda Ostermann
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