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Schattenumriss vom winkenden Johannes Paul II.
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Stationen des Pontifikats

Johannes Paul II. war der erste Pole auf dem Stuhl Petri

Von 1978 bis 2005 stand Papst Johannes Paul II. (1920-2005) an der Spitze der katholischen Kirche - ein in vieler Hinsicht historisches Pontifikat. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Stationen im Leben des Papstes aus Polen:

18. Mai 1920: Karol Wojtyla wird in Wadowice bei Krakau geboren.

1. November 1946: Priesterweihe in Krakau. Seit 1953 lehrt Wojtyla als Professor für Moraltheologie in Krakau.

13. Januar 1964: Ernennung zum Erzbischof von Krakau.

26. Juni 1967: Verleihung der Kardinalswürde durch Papst Paul VI.

Papst Johannes Paul II.
© KNA
Johannes Paul II. wurde am 16. Oktober 1978 zum Papst gewählt.

16. Oktober 1978: Nach dem Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I. wird Wojtyla als erster Pole zum Nachfolger Petri gewählt. Er ist der erste Nicht-Italiener auf dem Heiligen Stuhl seit 1523 und nimmt den Namen Johannes Paul II. an.

4. März 1979: Johannes Paul II. veröffentlicht die erste von 14 Enzykliken. In "Redemptor hominis" ("Der Erlöser des Menschen") fordert er die weltweite Achtung der Menschenrecht und die Religionsfreiheit.

Juni 1979: Er besucht erstmals sein Heimatland Polen und engagiert sich dort für Demokratie und die Gewerkschaftsbewegung "Solidarnosc". Er trägt damit wesentlich zum wichtigen politischen Umbruch in Mittel- und Osteuropa bei.

13. Mai 1981: Johannes Paul II. überlebt ein Attentat auf dem Petersplatz schwer verletzt.

25. November 1981: Johannes Paul II. beruft den Münchner Kardinal Joseph Ratzinger, den heutigen Papst Benedikt XVI., zum Präfekten der römischen Glaubenskongregation.

1983/1986: Als Zeichen der Toleranz und Religionsfreiheit besucht Papst Johannes Paul II. als erstes katholisches Kirchenoberhaupt eine protestantische Kirche und eine jüdische Synagoge in Rom.

Papst Johannes Paul II. am  Brandenburger Tor 1997
© KNA
Johannes Paul II. bei seinem Besuch am Brandenburger Tor.

1989/1990: Der Fall des Eisernen Vorhangs in Europa gilt auch als ein Mitverdienst des Papstes. Insbesondere unterstützt er in seinem Heimatland Polen die oppositionellen Kräfte von Beginn seines Pontifikats an. Ein Sinnbild dafür ist der Gang Johannes Paul II. durch das Brandenburger Tor 1996.

7. Dezember 1992: Der Papst stellt den neuen Weltkatechismus der katholischen Kirche vor.

20. November 1999: Der Papst fordert von den deutschen Bischöfen, künftig die Schwangerenkonfliktberatung durchzuführen, ohne den Beratungsschein auszustellen, der für einen legalen Abbruch notwendig ist. Dementsprechend muss die katholische Kirche in Deutschland aus dem System staatlicher Beratungsstellen aussteigen.

24. Dezember 1999: Das Heilige Jahr beginnt mit der Öffnung der Heiligen Pforte durch Papst Johannes Paul II.

12. März 2000: Im Heiligen Jahr spricht der Papst erstmals in der Geschichte der Kirche ein allumfassendes "Mea Culpa" aus. Er entschuldigt sich für Fehler und Sünden wie z.B Glaubenskriege, Inquisition und Judenverfolgungen der Christen in der Geschichte.

24. Januar 2002: Als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 lädt Johannes Paul II. Geistliche der verschiedenen Weltreligionen zum Friedensgipfel in Assisi. Er fordert eine weltweite Koalition für Frieden und Verständigung.

Papst Johannes Paul II. aufgebahrt im Apostolischen Palast.
© KNA
Der Leichnam von Johannes Paul II. ist am 3. April 2005 im Vatikan aufgebahrt.

2. April 2005: Johannes Paul II. stirbt nach langer Krankheit und unter weltweiter Anteilnahme. Zu Trauerfeier und Beisetzung kommen Hunderttausende Menschen nach Rom. Das Pontifikat ist das zweitlängste in der Kirchengeschichte. In dieser Zeit veröffentlichte Johannes Paul II. 14 Enzykliken, unternahm 104 Auslandsreisen in 129 Länder und nahm 1.338 Seligsprechungen und 483 Heiligsprechungen vor.

Juni 2005: Papst Benedikt XVI. eröffnet entgegen der üblichen Wartezeit das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II.

2. April 2007: Am zweiten Todestag Johannes Paul II. gibt der Vatikan den Abschluss der ersten Phase des Verfahrens bekannt.

11. Januar 2011: Die Kardinäle und Bischöfe der Heiligsprechungskongregation bestätigen ein Heilungswunder, das auf Fürbitte des Papstes aus Polen erfolgt sein soll. Am 14. Januar legt Benedikt XVI. den Termin der Seligsprechung auf den 1. Mai fest.

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