logo


E-Mail-Adresse *

Anrede 

Vorname

Nachname

Aktion wählen:
 Anmelden
 Abmelden

Angaben mit * sind Pflichtangaben.


Klostergeschichte  Seite drucken

Jahrhundertealte Tradition

Blick in ein Kloster.
© mediarts.ch/Fotolia.com
Die Geschichte der Klöster begann etwa im 4. Jahrhundert.

Die ersten Klöster entwickelten sich im 4. Jahrhundert aus "Einsiedlerkolonien"

Das Mönchstum hatte seine Anfänge im 4 und 5. Jahrhundert - zu einer Zeit, in der sich das Christentum im Römischen Reich als Staatsreligion etablierte. Es war zunächst eine Laienbewegung, der es um die radikale Nachfolge Jesu ging und die nach den so genannten "Evangelischen Räten" Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam leben wollte. Die ersten Mönche waren Einsiedler, die besitzlos in der Wüste lebten und ihr Leben Gott gewidmet hatten. Im Laufe der Zeit begannen diese Einsiedler in Gruppen zusammen zu leben.

Die zentrale Mönchsgestalt des Abendlandes war Benedikt von Nursia (480-555), der Klöster gründete und eine Ordensregel verfasste, in der die Ziele, Regeln und Verhaltensweisen des Zusammenlebens schriftlich fixiert wurden. Diese Regel sollte das Fundament des Mönchtums werden.

Es hat sich im Laufe der Zeit eine Vielfalt der Orden entwickelt, wobei man grundsätzlich zwischen aktiven und kontemplativen Orden unterscheiden muss: Während die aktiven Orden in allen gesellschaftlichen Bereichen tätig sind, suchen die kontemplativen Orden Ruhe und Zurückgezogenheit. Die unterschiedlichen Orden haben jeweils ein besonderes Charisma, das sich am Handeln Jesu orientiert.

Katholisch.de dokumentiert im Folgenden wichtige Daten der Klostergeschichte:

3. Jahrhundert: In der ägyptischen Wüste lassen sich erste Einsiedler nieder. Ein Beispiel ist "Antonius der Einsiedler", der ein Leben der Entsagung und Keuschheit führt, jeglichen menschlichen Kontakt vermeidet und sich nur von Wurzeln und Kräutern ernährt.

4. Jahrhundert: Aus einzelnen Einsiedlern werden nach und nach "Einsiedlerkolonien". Der heilige Basilius verpflichtet seine Jünger als erster durch Gelübde, die in der verschiedenartigsten Form für das Klosterleben im Morgen- und Abendland Bedeutung erlangten. Der heilige Martin zieht von Rom aus in die Welt und gründet zum Beispiel in Marmontier an der Loire ein Kloster. Die wahrscheinlich erste Abtei auf deutschem Boden - St. Maximin in Trier - wird errichtet.

529: Benedikt von Nursia gründet auf dem Berg Montecassino südlich von Rom die Benediktiner-Mönchsgemeinschaft. Er stellt erste Regeln für das Zusammenleben im Kloster auf, die sich nach und nach durchsetzen. Diese Grundregeln für die Mönche legen zum Beispiel Gehorsam, Armut, Ehelosigkeit und das Prinzip "Ora et labora" ("Bete und Arbeite") fest.

8. bis 12. Jahrhundert: Die Klöster entwickeln sich in Anzahl und Wirtschaftskraft. Deswegen werden viele Klöster wohlhabender und es kommt zur zunehmenden Verweltlichung (Abkehr von den Regeln Benedikts von Nursia, vermehrte Laieninvestitur). Dagegen richten sich Reformbewegungen innerhalb der Kirche, die eine stärkere Hinwendung zum Glauben anstreben. Beispiele sind die Kluniazensische Reform (ausgehend vom Kloster Cluny in Burgund) oder die Gründung von Bettelorden (Franziskaner, Dominikaner, Karmeliter, Augustiner). Gleichzeitig kommt es zu einer starken Expansion und Christianisierung vor allem im Norden (Friesland, Dänemark) und Osten (Böhmen).

16. und 17. Jahrhundert: Die Zeit der Reformation und Glaubenskämpfe bringt auch für viele Klöster Veränderungen. Durch die Reformation werden viele Klöster nicht mehr benötigt und aufgehoben. In durch Kriegen wechselseitig beherrschten Gebieten kommt es zur Folge von Zerstörung und Wiederaufbau.
Vor allem in Norddeutschland, Dänemark uns den Niederlanden endet hier die Geschichte vieler Klöster, deren Besitz an den weltlichen Adel fällt.

1803: Der Reichsdeputationshauptschluss bestimmt die Säkularisation der meisten katholischen Gebiete und Besitzungen. Davon betroffen sind die meisten Klöster auf deutschem Gebiet. Im Zuge dieser Umwandlung von geistlichem in weltliches Territorium wurden vier Erzbistümer, 18 Bistümer und etwa 300 Stifte, Klöster und Abteien säkularisiert. Viele Klosterkirchen werden durch die Umwandlung zu Pfarrkirchen vor dem Abtragen gerettet. Am Ende des 19. Jahrhunderts kommt es vermehrt zum Rückkauf oder zur Rückübertragung von Klöstern und Klosterbesitz und zum Aufbau neuer Klöster.

Nach 1945: Im Herrschaftsgebiet des ehemaligen Ostblocks werden Klöster größtenteils erneut aufgelöst und deren Besitz verstaatlicht. Erst nach der friedlichen Revolution 1989 kommt es zur Rückübertragung und Neugründung von Klöstern.

katholisch.de (mit Material von Kloster Steinfeld)
zum Anfang zum Anfang
Das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland
© Katholisch.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Katholisch.de-Redaktion