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Benediktinerstift Metten

Benediktinerstift Metten
© Benediktinerstift Metten
Die Umgebung Mettens bietet viele Freizeitmöglichkeiten.

Die Benediktinerabtei St. Michael in Metten gehört zu den ältesten Klöstern Bayerns

In der Benediktinerabtei Metten hat der Dreiklang zwischen Frömmigkeit, Wissenschaft und Fest lange Tradition. Dass dieser Dreiklang auch äußerlich zur Harmonie wird, dafür sorgt die großartige barocke Kulisse der Klosteranlage. Dazu kommt die günstige Lage zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes und dem Donautal. Erreicht man Metten von der Donau kommend, zeichnet sich im Hintergrund das Panorama des Bayerischen Waldes ab, das sich tatsächlich als „grünes Dach Europas“ über der Abtei zu erheben scheint. Der Legende nach wurde das Kloster um 766 von den seligen Gamelbert und Utto gegründet. Damit ist es eines der ältesten Klöster Bayerns. Nach einer wechselvollen Geschichte traf es 1803 das Schicksal der Säkularisation. Durch König Ludwig I. von Bayern wurde es 1830 als erstes bayerisches Benediktinerkloster wiedererrichtet und im Jahr 1840 zur Abtei erhoben.

Benediktinerstift Metten
© Benediktinerstift Metten
Ansicht der Stiftskirche St. Michael.

Die früheste Kirche aus karolingischer Zeit fiel nach mehreren Umbauten im Jahr 1263 einem verheerenden Brand zum Opfer. Das daraufhin neu errichtete Gotteshaus wurde 1264 eingeweiht. In den folgenden Jahrhunderten erfolgten weitere Umbaumaßnahmen, bis es schließlich zwischen 1712 und 1720 seine barocke Ausgestaltung erhielt. Besondere Beachtung unter den zahlreichen Kunstwerken verdient das Altarbild von Cosmas Damian Asam von 1715. Wer etwas Zeit mitbringt, kann die berühmte Klosterbibliothek im Rahmen einer Führung besichtigen. Der Bibliotheksraum wurde 1624 erbaut und etwa 100 Jahre später im Stil des Barock ausgeschmückt. Der Besucher betritt die Bibliothek durch ein prächtiges Eingangsportal mit einer aufwändigen Rahmung aus Stuckmarmor. Mit ihren Bücherschränken und Deckenfresken ist die Mettener Bibliothek damit ein Hauptwerk des süddeutschen Barock.

Benediktinerstift Metten
© Benediktinerstift Metten
Blick in den Hauptraum der Bibliothek.

Barocker Glanzpunkt

Ein weiterer barocker Glanzpunkt ist der Festsaal im Osttrakt des Komplexes um den Klosterhof. Er wurde 1759 fertig gestellt und mit kostbarer Stuckdekoration und Deckenfresken versehen. Hier und in der Stiftskirche kann man ab März wieder die musikalisch anspruchsvolle Konzertreihe des Klosters genießen. Eine lange Tradition im Kloster Metten hat die pädagogische Bildung, deren Wurzeln bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden können. Heute unterhält das Kloster ein Gymnasium mit Internat, in dem ein neusprachlicher und humanistischer Zweig angeboten werden.

Benediktinerstift Metten
© Benediktinerstift Metten
Ein Detail der Stuckdekoration im Festsaal.

Zu den weiteren Aufgaben der Mettener Mönche gehören die seelsorgerische Betreuung der umliegenden Pfarrgemeinden und die Arbeit in den klostereigenen Handwerksbetrieben. In der Gärtnerei wird eine umweltfreundliche und naturbezogene Produktion angestrebt. Im dazugehörigen Laden kann man Pflanzen erwerben und Gestecke in Auftrag geben. Ein besonderes Anliegen ist dem Betrieb die Lehrlingsausbildung. Außerdem betreibt das Kloster einen Verlag und eine Buchbinderei, in denen Aufträge angenommen werden. Eine Besonderheit ist das klösterliche Elektrizitätswerk, das ausschließlich für den Eigenbedarf des Klosters produziert. Seit einigen Jahren ist Metten erste Station und Ziel des „Europäischen Pilgerwegs“. Aber auch wer aus „weltlicheren“ Gründen in dieser Region unterwegs ist, sollte unbedingt einen Besuch in der Abtei einplanen. Für Männer, die das Leben der Benediktinermönche näher kennen lernen möchten, wird ganzjährig das Programm „Mitleben im Kloster“ angeboten.

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