logo

Auslandsjahr 29.07.2009 Seite drucken

Anderes Land, andere Kultur, andere Sprache

Roman Weiler leistet Sozialen Friedensdienst in Kroatien.
©Bistum Trier
Roman Weiler leistet Sozialen Friedensdienst in Kroatien.

Bad Kreuznacher leistet Sozialen Friedensdienst in Kroatien

Bad Kreuznach  - Kroatien ist als Urlaubsland bekannt, doch wenn Roman Weiler aus Bad Kreuznach-Winzenheim am 14. August dorthin aufbricht, sieht er nicht etwa einem zweiwöchigen Strandurlaub, sondern einem 13-monatigen Freiwilligendienst entgegen. In Sibenik, einer Hafenstadt in Norddalmatien, wird er bei Projekten der dortigen Caritas mithelfen, vormittags arbeitet er bei der Essenausgabe für bedürftige Menschen, nachmittags ist er in der Hausaufgabenbetreuung tätig. Zusätzlich wird er über ein Patenprogramm der Caritas vom Krieg betroffene Familien begleiten.

"Sozialer Friedensdienst im Ausland" (SoFiA e.V.) heißt das Programm des Bistums Trier, das den Einsatz von Weiler ermöglicht. "Ich habe davon aus der Zeitung erfahren und mich beworben", berichtet der 19-Jährige. Es habe eine intensive Vorbereitungszeit gegeben, mit Seminaren und Vorträgen etwa zu interkultureller Kommunikation, dem Umgang mit Armut oder zu den medizinischen Aspekten, die ein Aufenthalt im Ausland mit sich bringt. Was ihn an dem Dienst reizt, ist "der Kontakt mit den Menschen".

Wunschziel: Kroatien

Er hätte sich ohnehin für Zivildienst entschieden, sagt Weiler, und "es ist doch viel interessanter, ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache kennen zu lernen". Seit Weiler im vergangenen Jahr, noch als Abiturient des Bad Kreuznacher Gymnasium an der Stadtmauer, Kroatien durch eine Studienrundreise kennen gelernt hat, sei er fasziniert von dem Land. Da lag es nahe, bei den "Wunschzielen" für den Friedensdienst im Ausland neben Frankreich und Italien auch Kroatien anzugeben. Mit der fremden Sprache setzt Weiler sich seit einigen Wochen auseinander und hat bei einer kroatischen Bekannten schon soviel gerlernt, "dass ich mich verständigen kann". Vor Ort wird er noch einen weiteren Kurs absolvieren, den sein Ansprechpartner dort ebenso organisiert hat wie eine eigene Wohnung für Weiler.

Weiler sieht der Arbeit in Kroatien mit Vorfreude entgegen. Kinderbetreuung hat er auch hier schon gemacht, im ökumenischen Kinder- und Jugendhaus Winzenheim. Er ist zuversichtlich, schnell Kontakte zu finden, denn er habe nun schon oft gehört, dass "die Kroaten offene Menschen sind, die sich für andere interessieren". Er freut sich auch darauf, in seinem Urlaub das Land anzuschauen: "Da gibt es schöne Küsten und schöne Städte."

Seine Eltern unterstützen das soziale Engagement des Sohnes und wollen ihn auch besuchen. Seinen Hobbies Musik, Lesen und Fahrradfahren wird Weiler sicherlich auch in Sibenik nachgehen können, wenn er auch sein Fahrrad auf der 23-stündigen Zugfahrt dorthin nicht mitnehmen wird. 23 Stunden im Zug, das klingt anstrengend, ist aber "ökologisch sinnvoller als ein Kurzstreckenflug", sagt Weiler. Die Wochen bis zur Abreise will er noch nutzen, um Freunde zu treffen und weitere Unterstützer zu finden für seinen "Solidaritätskreis".

Wer im nächsten Jahr mit SoFiA in alle Welt möchte, sollte sich bis spätestens zum 31. August diesen Jahres bewerben. Informationen gibt es im Internet oder bei den Sozialen Lerndiensten des Bistums Trier, Peter Nilles, Telefon 0651-993796-306, E-Mail sofia@soziale-lerndienste.de

zum Anfang zum Anfang
Das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland
© Katholisch.de 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Katholisch.de-Redaktion