Angela Merkel erhält "Lampe des Friedens" aus Assisi

Der Dalai Lama hat ihn ebenso bekommen wie Mutter Teresa oder die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus. Jetzt zeichnen die Franziskaner von Assisi auch Kanzlerin Angela Merkel aus.

Auszeichnung | Rom - 13.04.2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhält am 12. Mai in Assisi vom dortigen Franziskanerorden die "Lampe des Friedens". Damit würdige der Orden "ihr Versöhnungswerk für ein friedliches Zusammenleben der Völker", begründete Mauro Gambetti, Kustos des Franziskaner-Konvents in Assisi, am Donnerstag in Rom die Entscheidung des Ordens. Mit der Überreichung der Lampe ist zudem der Titel "Weltfriedensbotschafterin" verbunden. Zu der Feier in Assisi wird auch Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos erwartet; er erhielt die "Lampe des Friedens" Ende 2016.

Mit der Auszeichnung würdige der Orden des heiligen Franz von Assisi den Einsatz politisch Verantwortlicher für das Gemeinwohl und gute Beziehungen zwischen den Völkern, sagte Gambetti. Besonders gelte dies derzeit für Europa, das noch einen weiten Weg vor sich habe, um seiner Jugend eine Einheit in Vielfalt zu bieten. Bei der Zeremonie wird die Kanzlerin den Angaben zufolge eine Rede halten. Eine offizielle Begegnung mit italienischen Regierungsvertretern ist laut der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl nicht vorgesehen.

Zu den prominenten Preisträgern der nicht jährlich, sondern nach Anlass vergebenen Auszeichnung zählen unter anderem Lech Walesa, der Dalai Lama, Mutter Teresa, Yassir Arafat, Michail Gorbatschow und Schimon Peres sowie die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. Zuletzt hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos 2016 die Auszeichnung erhalten. Für seine Bemühungen um Frieden mit der linksgerichteten FARC-Guerilla in Kolumbien hatte er zuvor bereits den Friedensnobelpreis bekommen.

Die "Friedenslampe" ist eine Nachbildung jener gläsernen Öllampe, die beständig am Grab des heiligen Franz von Assisi brennt. Sie gelte "als Symbol für Liebe und Versöhnung angesichts der von Konflikten verursachten Leiden", so Gambetti. (bod/KNA)

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