Bauprojekt beschlossen: Schwebend zum Berg Tabor

Jeder dritte Heilig-Land-Tourist besucht den Heimatort Jesu, aber nur wenige die Nachbarstadt Nazareth-Illit. Das soll sich ändern. Mit einer neuen Attraktion will Israel die Pilger anlocken.

Israel | Jerusalem - 04.09.2017

Israel-Besucher sollen künftig per Gondel von Nazareth-Illit zum Berg Tabor schweben können. Ein entsprechendes Seilbahnprojekt beschloss das israelische Kabinett am Sonntag, wie das Regierungspressebüro am Sonntagabend mitteilte. Das Projekt, für dessen Planung zunächst 1 Million Schekel (Tageskurs: 250.000 Euro) bereitgestellt werden sollen, ist Teil des 2011 eröffneten "Evangeliumswegs" durch Galiläa.

Die Seilbahn zielt nach Worten von Tourismusminister Yariv Levin auf einheimisches wie ausländisches Publikum und will die große Zahl der Nazareth-Besucher auch zu einem Abstecher in die überwiegend jüdisch bewohnte Nachbarstadt Nazareth-Illit bewegen. Nach Angaben des Ministeriums besuchen 30 Prozent aller Touristen die Stadt Nazareth sowie 36 Prozent das Untere Galiläa und die Region um den See Genezareth. Nazareth verzeichnet jährlich rund 90.000 Übernachtungsgäste. Der markant aus der Jesreelebene herausragende, rund 588 Meter hohe Berg Tabor ist nach christlicher Überlieferung der Ort der Verklärung Jesu Christi. (KNA)

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