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Benedikt XVI. denkt nicht an Faulenzen

"Guter Dinge" sei der emeritierte Papst Benedikt XVI., berichtet sein Privatsekretär Erzbischof Gänswein. Er lese viel und bekomme den unterschiedlichsten Besuch, aber eine Sache mache ihm Schwierigkeiten.

Vatikan | Vatikanstadt - 19.03.2017

Der bald 90-jährige Benedikt XVI. hat nach Darstellung seines Privatsekretärs unverändert einen Tagesablauf wie ein Uhrwerk: "Es ist nicht so, dass er mal ausschläft", sagte Erzbischof Georg Gänswein dem Sender Radio Vatikan (Sonntag). "Der Tag beginnt mit der Heiligen Messe, jeden Tag zur gleichen Zeit." Schwierigkeiten mache dem emeritierten Papst lediglich das Gehen: "Darum nimmt er den Rollator zu Hilfe, und damit kommt er ganz gut zurecht." So sei auch jeden Tag "ein kleiner Spaziergang mit Rosenkranz angesagt", berichtete Gänswein.

Benedikt XVI., als Joseph Ratzinger in Marktl am Inn geboren, wird am 16. April 90 Jahre alt. Von 2005 bis zu seinem freiwilligen Amtsverzicht am 28. Februar leitete er die katholische Kirche. Seither lebt er an seinem Altersruhesitz in den Vatikanischen Gärten. Der emeritierte Papst sei "guter Dinge" und "ganz klar im Kopf, ganz hell", sagte Gänswein. "Er liest, er betet, er hört Musik, er hat Besuch." Nach wie vor verfolge Benedikt XVI. das Weltgeschehen.

Viel lesen, viel Besuch, keine Überstunden

Wenn sein älterer Bruder Georg Ratzinger (93) zu Besuch sei, schauten die beiden die deutschen Fernsehnachrichten, sonst schalte er die italienischen ein. Ein fester Punkt sei auch die tägliche Lektüre der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano". Weiterhin lese Benedikt XVI. theologische Literatur, aber "nicht nur", sagte Gänswein. "Die Interessen sind sehr breit." Daneben bekomme er Besuch von "Menschen verschiedener Nationen, verschiedenen Alters, verschiedener Berufe", sowohl alte Bekannte als auch neue Gesichter. "Es gibt so viele Anfragen - er müsste Überstunden machen", meinte Gänswein. (KNA)

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