Bischof Ackermann dankt Demonstranten

Gegen eine Tagung europäischer Rechtspopulisten in Koblenz gingen tausende Demonstranten auf die Straße. Der Trierer Bischof Ackermann dankte ihnen mit einer besonderen Botschaft.

Europa | Trier/Koblenz - 21.01.2017

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat den Demonstranten, die an diesem Samstag in Koblenz gegen die Tagung europäischer Rechtspopulisten protestierten, gedankt. "Danke an alle, die heute in Koblenz zusammenkommen, um öffentlich einzutreten gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Hetze, Angstmacherei und die Spaltung der Völker Europas", schreibt Ackermann auf der Facebookseite des Bistums Trier, zu dem auch Koblenz gehört.

Bündnis hatte zu Gegendemonstration aufgerufen

An dem Kongress der EU-Parlamentsfraktion "Europa der Nationen und Freiheit" ENF nahmen unter anderem die AfD-Vorsitzende Frauke Petry, Front-National-Chefin Marine Le Pen aus Frankreich, der Vorsitzende der niederländischen Freiheitspartei (PVV), Geert Wilders, und der Chef der italienischen Lega Nord, Matteo Salvini, teil. Zu der Gegendemonstration hatte ein Bündnis von Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Verbänden aufgerufen. Als Hauptredner wurden Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erwartet.

Auch SPD-Generalsekretärin Katarina Barley kündigte ihre Teilnahme an. "Vielen ist der Ernst der Lage immer noch nicht klar", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Es sei erschreckend, "mit welcher Aggressivität die europäischen Nationalisten aufmarschieren". Der ENF-Kongress soll die diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden in den Blick nehmen. Dazu wurden rund 1.000 Teilnehmer erwartet. Mehr als 1.000 Polizisten waren im Einsatz. (jhe/KNA)

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