Bischof darf nicht nach Deutschland einreisen

Der Nigerianer John Wesley Yohanna wollte an einer Tagung der Evangelisch-methodistischen Kirche teilnehmen. Doch die Bundesrepublik Deutschland hatte etwas dagegen.

Methodisten | Berlin - 18.09.2017

Einem Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) aus Nigeria ist offenbar die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Wie die frühere Bischöfin der Methodisten, Rosemarie Wenner, auf "Facebook" schreibt, kann der Nigerianer John Wesley Yohanna nicht an einer Tagung der EmK teilnehmen, weil ihm das Visum verweigert wurde.

Die internationale Kommission "Ein Weg in die Zukunft" der EmK kommt von Montag bis Mittwoch in Berlin zusammen. Dazu reisten die Mitglieder und Moderatoren der Kommission aus den USA, sowie aus verschiedenen afrikanischen Ländern, den Philippinen, aus der Schweiz und aus Deutschland bereits am Samstag an. Unter ihnen sollte auch Yohanna sein.

Liste verweigerter Einreiseerlaubnisse

Die Erfahrungen der Methodisten reihen sich ein in eine ganze Liste verweigerter Einreiseerlaubnisse für Teilnehmer von kirchlichen Austauschprojekten: Wie der Referent für internationale ökumenische Jugendarbeit der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend (aej), Dirk Thesenvitz, am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) berichtete, ist erst kürzlich Teilnehmern aus Russland die Einreise zu einem von der Bundesregierung finanziell geförderten Jugendcamp in Wittenberg verweigert worden. Im August war auch ein Austauschprojekt des Brandenburger Kirchenkreises Oberes Havelland an verweigerten Visa gescheitert.

"Wir haben in der internationalen Jugendarbeit dauernd mit dem Thema zu tun", so Thesenvitz. "Die Bundesregierung gibt uns in Gestalt des Familienministeriums einerseits Geld für den Austausch und hindert uns in Gestalt des Auswärtigen Amtes und des Bundesministerium des Inneren andererseits an der Durchführung desselben." (bod/KNA)

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