Brasilianer brauen bayerisches Klosterbier

Im Handgepäck hat der Braumeister einst den Hefestamm der Weltenburger Klosterbrauerei nach Brasilien geschmuggelt. Seitdem entwickelt es sich zum Exportschlager im Premium-Segment - zu einem stolzen Preis.

Buntes | Regensburg/Petropolis - 12.01.2018

Weltenburger Klosterbier entwickelt sich zum Verkaufsschlager in Brasilien. Lizenzpartner in Petropolis im Bundesstaat Rio de Janeiro brauen inzwischen pro Jahr mehrere tausend Hektoliter der bayerischen Bierspezialität, wie die "Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Regensburg" berichtet. Das südamerikanische Land sei für Weltenburger der wichtigste von 30 Auslandsmärkten. Alle Zutaten für das Bier mit Ausnahme des Wassers stammten aus Bayern.

Hefestamm im Handgepäck

Die Erfolgsgeschichte habe vor sieben Jahren begonnen, heißt es. 2010 habe ein Braumeister aus dem Freistaat bei einer Flugreise im Handgepäck den Hefestamm der Weltenburger Klosterbrauerei nach Brasilien "geschmuggelt". Außer der Hefe verwendeten die südamerikanischen Lizenzpartner auch bayerisches Malz und Hopfen aus der Hallertau. Jedes Mal, wenn ein neuer Sud eingebraut werde, sei der Weltenburger Braumeister in Petropolis.

Ein intensiver Austausch zwischen beiden Seiten garantiere, dass die südamerikanische Version genauso aussehe und schmecke wie das Original aus Bayern. Mit einem Preis von umgerechnet drei bis vier Euro pro Flasche zähle es in Brasilien zum "absoluten Premium-Segment", werde aber zunehmend nachgefragt.

Die Weltenburger Klosterbrauerei wird als weltweit älteste ihrer Art beworben. Die Tradition reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Seit einigen Jahren gehört das Unternehmen zur Regensburger Brauerei Bischofshof, die wiederum dem dortigen Bischöflichen Stuhl untersteht. (KNA)

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