"Ein großes Fest des Glaubens"

Es soll keine Fachtagung von Insidern werden, sondern ein "Fest des Glaubens". Im Rahmen ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Trier beschäftigten sich nun die Bischöfe mit der Großveranstaltung, die von der Deutschen Bischofskonferenz veranstaltet und vom Erzbistum Köln ausgerichtet wird.

Bischofskonferenz | Trier - 19.02.2013

Es soll keine Fachtagung von Insidern werden, auch wenn der Name dies zunächst vermuten lässt. Vielmehr soll der "Eucharistische Kongress", der vom 5. bis 9. Juni in Köln stattfindet, nach dem Willen der deutschen Bischöfe ein "großes Fest des Glaubens" werden. Im Rahmen ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Trier beschäftigten sich die Oberhirten am Dienstag mit der Großveranstaltung, die von der Deutschen Bischofskonferenz veranstaltet und vom Erzbistum Köln ausgerichtet wird.

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, betonte, bei dem Kongress gehe es um den Austausch von Glaubenserfahrungen. Das Treffen sei eine Begegnung mit Christus, die helfen solle, "unseren Glauben aus seiner Mitte heraus tiefer zu verstehen". Im Mittelpunkt stehe die Anbetung und Verehrung Christi. Meisner äußerte den Wunsch, dass die Teilnehmer durch den "Eucharistischen Kongress" Orientierung erfahren und die Mitte des Glaubens wiederfinden könnten.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bewertete den Kongress als "große Chance, in Zeiten hektischer Betriebsamkeit und mancher Unruhe in der Kirche zu einer gewissen Ruhe und Besinnung zurückzufinden". Das Treffen wolle dazu einladen, "einige Tage der inneren Betrachtung zu vollziehen, um sich wieder neu auf das Herzstück unseres christlichen Glaubens auszurichten und neue innere geistliche Kraft zu schöpfen", so der Freiburger Oberhirte.

Pilger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum

Nach Angaben von Robert Kleine, dem Sekretär des "Eucharistischen Kongresses", haben sich bislang rund zehntausend Teilnehmer für den Kongress angemeldet. Erwartet würden Pilger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Als besondere Höhepunkte des fünftägigen Treffens nannte Kleine den Eröffnungsgottesdienst, der am 5. Juni am Tanzbrunnen neben dem Kölner Messegelände stattfinden soll, sowie den Abschlussgottesdienst im Rhein-Energie-Stadion.

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Monsignore Robert Kleine, Generalsekretär des Eucharistischen Kongresses, über die Feiern im Juni in Köln.
 Sarah Schortemeyer

An den weiteren Tagen, die alle unter einem eigenen Tagesthema stehen, gibt es laut Kleine jeweils ein Programm mit gleicher Struktur. Dazu gehörten Katechesen in den Innenstadtkirchen, Kirchenführungen und Straßenexerzitien sowie Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops. An allen Abenden finde zudem im Kölner Dom ein Abendgebet statt. Für Jugendliche, Familien und Theologen gibt es nach Angaben von Kleine spezielle Programmangebote.

Begleitet wird der Kongress von einem umfangreichen Kulturprogramm. Dazu gehören laut Kleine Konzerte in zahlreichen Kirchen und der Kölner Philharmonie sowie Lesungen mit namhaften Autoren wie Ulla Hahn, Martin Mosebach und Navid Kermani. Außerdem präsentiere das Kölner Diözesanmuseum "Kolumba" unter dem Titel "Trotz Natur und Augenschein. Eucharistie – Wandlung und Weltsicht" eine Sonderausstellung mit hochkarätigen Leihgaben.

Meisner: Alle Bischöfe nehmen teil

Kardinal Meisner, der den Kongress zur besseren Erklärung als "eucharistischen Karneval" bezeichnete, kündigte die Teilnahme aller deutschen Bischöfe an. Viele von ihnen würden auch eine tägliche Katechese halten. Dabei werden sich die Oberhirten nach Angaben des Kardinals am Kongress-Leitwort "Herr, zu wem sollen wir gehen?" orientieren.

Laut Meisner sind zu dem Kongress auch wiederverheiratet Geschiedene eingeladen. "Sie gehören zu uns", so der Kardinal wörtlich. In der öffentlichen Diskussion dürfe es nicht immer nur darum gehen, dass diese Gruppe nicht zur Eucharistie zugelassen sei. Wiederverheiratet Geschiedene hätten in der Kirche viele Möglichkeiten und seien oft Säulen des kirchlichen Lebens. "Sie sind keine Katholiken zweiten Grades", so der Erzbischof.

Linktipp: Webseite des Eucharistischen Kongresses

Von Steffen Zimmermann

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