Ein "päpstlicher Schritt"

Mit einem Gottesdienst in der früheren Trierer Abteikirche Sankt Maximin ist am Samstagabend die erste Vollversammlung der auf zwei Jahre angelegten Trierer Diözesansynode zu Ende gegangen. Die Synode war im Rahmen der Vollversammlung ihrer 280 Mitglieder am Freitag vom Trierer Bischof Stephan Ackermann konstituiert worden.

Bistum Trier | Trier - 15.12.2013

Mit einem Gottesdienst in der früheren Trierer Abteikirche Sankt Maximin ist am Samstagabend die erste Vollversammlung der auf zwei Jahre angelegten Trierer Diözesansynode zu Ende gegangen. Die Synode war im Rahmen der Vollversammlung ihrer 280 Mitglieder am Freitag vom Trierer Bischof Stephan Ackermann konstituiert worden.

Zu dem Gottesdienst waren die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihre saarländische Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gekommen. In einem Grußwort nannte Dreyer die Ausrufung der Synode durch Ackermann einen mutigen Schritt.

Aus heutiger Sicht, so Dreyer, könne man diesen Schritt auch als päpstlich bezeichnen. Denn Papst Franziskus sehe es als Aufgabe eines Bischofs an, das dynamische, offene und missionarische Miteinander zu fördern. "Nutzen Sie die Möglichkeit, um neue Wege für die Kirche und die Pfarrgemeinden im Bistum Trier zu finden", forderte Dreyer die Synodalen auf.

Für das an die 1,5 Millionen Katholiken zählende Bistum Trier ist es die erste Diözesansynode seit 57 Jahren, deutschlandweit ist es die erste seit 23 Jahren. Ackermann (50), der seit bald fünf Jahren an der Spitze des Bistums Trier steht, hatte sie Ende Juni vergangenen Jahres ausgerufen.

39 Prozent Frauen

Gemäß dem katholischen Kirchenrecht ist eine Diözesansynode eine Versammlung von Klerikern und Laien eines Bistums, die den Bischof im Hinblick auf letztlich von ihm vorgelegte Themen berät. Nur der Bischof kann eine derartige Synode einberufen und etwaige Beschlüsse in Kraft setzen.

Die Mitglieder der Synode sind dies zum einen von Amts wegen, so etwa neben dem Bischof die Weihbischöfe und der Generalvikar. Zum anderen sind sie es durch Wahl oder durch Berufung seitens des Bischofs.

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279 Synodale kamen am Freitag, 13. Dezember 2013, zum Auftakt der Diözesansynode in Trier zusammen - mit unterschiedlichen Erwartungen.
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Der Trierer Diözesansynode gehören 163 katholische Laien und 117 Geistliche an. 39 Prozent der Synodalen sind Frauen. Bei ihrer jetzigen ersten Vollversammlung sollten sich die Synodalen vor allem kennenlernen und auch Regeln für einen respektvollen Umgang miteinander vereinbaren.

Nächstes Jahr in Saarbrücken

In der Zeit bis zur nächsten Vollversammlung vom 30. April bis 3. Mai 2014 in Trier sollen die Themen formuliert werden, mit denen sich die Synode befassen soll. Weitere Vollversammlungen sind vorgesehen für den 2. bis 4. Oktober 2014 in Saarbrücken, für den 14. bis 16. Mai 2015 im Raum Koblenz und – zum Abschluss - für Ende 2015 wiederum in Trier.

Die Vollversammlung ist das beschließende Organ der Synode. In der Zeit zwischen den Vollversammlungen koordiniert ein Geschäftsführender Ausschuss die Arbeit der Synode und erstellen Sachkommissionen Vorlagen zu ihnen zugewiesenen Themen. (KNA)

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