Entführter Jesuit: Vier Jahre kein Lebenszeichen

30 Jahre hatte der Jesuit aus Italien in Syrien gearbeitet, bevor er im Juli 2013 verschleppt wurde. Papst Franziskus hat wiederholt seine Freilassung verlangt. Doch es gibt kein Lebenszeichen.

Terrorismus | Rom - 28.07.2017

Der vor vier Jahren in Syrien verschleppte Jesuit Paolo Dall'Oglio ist weiterhin verschollen. Ein Bruder des Entführten, Pietro Dall'Oglio, äußerte sich überzeugt, er lebe. Es gebe bislang aber keinerlei Nachricht von ihm. Die Angehörigen vertrauten auf das italienische Außenministerium, das "eine der qualifiziertesten Einrichtungen der Welt ist, um Situationen wie diese zu meistern", sagte Pietro Dall'Oglio dem italienischen bischöflichen Pressedienst SIR (Freitag).

Ordensmann setzte sich für Dialog mit Muslimen ein

Der 1954 in Rom geborene Pietro Dall'Oglio war vermutlich am 29. Juli 2013 im syrischen Raqqa von Mitgliedern der Terrorgruppe Islamischer Staat entführt worden. Der Ordensmann und Islamwissenschaftler arbeitete seit 30 Jahren in Syrien, er gründete die nördlich von Damaskus gelegene Klostergemeinschaft Dair Mar Musa al-Habaschi. 2012 wurde er von der Regierung Baschar al-Assads ausgewiesen. Wenige Wochen vor seiner Geiselnahme kehrte er in das Bürgerkriegsland zurück. Er setzte sich unter anderem für den Dialog mit Muslimen ein. Papst Franziskus hatte wiederholt seine Freilassung verlangt. (jhe/KNA)

Linktipp: Schick appelliert an Entführer syrischer Bischöfe

Am Samstag jährt sich die Entführung zweier syrischer Bischöfe zum vierten Mal. Noch immer sind sie verschollen. Erzbischof Ludwig Schick hat genug von der Ungewissheit. (Artikel von April 2017)

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