Ermittlungen wegen Turnübungen auf Altar

Eine Geldstrafe von 1.500 Euro fordert die Staatsanwaltschaft für einen 38-Jährigen Mann. Ihm wird vorgeworfen, den Altar einer Kirche in Saarbrücken für sportliche Zwecke missbraucht zu haben.

Justiz | Saarbrücken - 12.05.2016

Wegen Liegestützen auf dem Altar einer Saarbrücker Kirche geht die Staatsanwaltschaft gegen einen 38-Jährigen vor. Sie hat eine Geldstrafe von 1.500 Euro gegen den Mann beantragt, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Der 38-Jährige habe zwischen Ende Dezember und Anfang Januar unerlaubterweise die St. Johann Basilika betreten, heißt es von den Ermittlern. Dort sei er mit Schuhen auf den Altar gestiegen und habe dort Turnübungen gemacht. Ein Video der rund 30 Liegestütze hatte der Mann bei einer Kunstaktion in mehreren Saarbrücker Schaufenstern gezeigt.

Laut Anklage ist die Handlung nicht durch die Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-Jährigen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruch vor. Der Beschuldigte hat sich gegenüber der Staatsanwaltschaft bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. (dpa)

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