Erstkommunion im biblischen Alter

Es ist nie zu spät für den Empfang der heiligen Eucharistie: Diese Botschaft geht von einer außergewöhnlichen Erstkommunionfeier in Rio de Janeiro aus.

Sakramente | Rio de Janeiro - 04.10.2016

Eine 101-jährige Frau hat in Rio de Janeiro die Erstkommunion empfangen. In einem katholischen Altenheim wurde der Bewohnerin Dona Penha Ende September erstmals die Eucharistie gespendet, wie die Nachrichtenagentur "ACI" berichtete.

Penha lebe seit ungefähr einem Jahr in der von katholischen Schwestern geführten Einrichtung, heißt es im Bericht weiter. Dort habe sie begonnen, regelmäßig an der Messe in der Hauskapelle teilzunehmen. Als sie eines Tages um das Sakrament der Buße gebeten hatte, habe der Pfarrer der Einrichtung festgestellt, dass Penha die Erstkommunion noch nicht empfangen hatte. Er habe daraufhin die Schwestern gebeten, sie auf das Sakrament vorzubereiten, erklärte die Verwaltungsassistentin Josiane Ribeiro.

Ribeiro: Es ist nie zu spät für die Eucharistie

Die Feier in der Kapelle des Altenheims sei "ein großartiges Zeugnis der Liebe Gottes" gewesen, hieß es im Bericht weiter. "Es war ein sehr schöner Moment, der uns gezeigt hat, dass es nie zu spät ist, die Eucharistie zu empfangen", sagte Ribeiro. Wer Gott suche, würde sich auch durch Zeit oder Scham nicht davon abhalten lassen.

Penha habe sehr deutlich vermittelt, dass sie sich den Empfang des Sakraments innig wünschte. Trotz ihres hohen Alters sei sie "sehr klar und hat sich von Herzen auf ihre Erstkommunion vorbereitet", sagte Ribeiro. Die außergewöhnliche Feier sei auch über den Kreis der Teilnehmer hinaus zu einem wertvollen Glaubenszeugnis geworden: Nachdem Fotos von der Heiligen Messe im "alten Ritus" auf der Facebook-Seite der Einrichtung geteilt wurden, erhielten diese hunderte "Likes" und Kommentare mit Gratulationen. (kim)


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