Erzbischof Burger ruft zu mehr Transparenz auf

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat die Kirche zur Offenlegung ihrer Finanzen aufgerufen. Dazu gehöre auch, deutlich zu machen, dass nicht der Bischof hinter verschlossenen Türen über die Verwendung von Kirchenmitteln entscheide.

Finanzen | Freiburg - 13.05.2015

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat die katholische Kirche zur Offenlegung ihrer Finanzen aufgerufen. "Wir müssen als Kirche noch transparenter machen, wie wir mit den Geldern umgehen, die uns für unsere vielfältigen Tätigkeiten anvertraut sind", sagte Burger am Mittwoch in Freiburg. Dazu gehöre auch, deutlich zu machen, dass nicht der Bischof hinter verschlossenen Türen über die Verwendung von Kirchenmitteln entscheide, sondern dass es dazu gewählte Gremien gebe.

Burger, der am 30. Mai vor einem Jahr als Erzbischof von Freiburg ernannt wurde, stellte sich zudem hinter die Kapitalismuskritik von Papst Franziskus. "Im entfesselten Kapitalismus spielt der einzelne Mensch keine Rolle mehr - darauf zielt der Satz von Papst Franziskus 'Diese Wirtschaft tötet!'" Die Situation in Deutschland sei "zum Glück" eine andere; daher gelte es die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft zu verteidigen, so der Erzbischof.

Mehr Offenheit gegenüber Flüchlingen gefordert

In der Flüchtlingspolitik rief Burger die EU-Staaten zu größerer Offenheit auf: "Deutschland alleine ist hier überfordert - die EU steht als Gemeinschaft in der Pflicht." Wichtig sei zudem, die Lage in den Herkunftsländern der Schutzsuchenden nachhaltig zu verbessern und "entsprechenden Druck auf die dortigen Regierungen" auszuüben. (KNA)

Kirchensteuer: Was passiert mit dem Geld?

Die Kirchen in Deutschland finanzieren sich weitgehend über die Kirchensteuer. Was aber passiert mit der Abgabe? Ist sie gerechtfertigt? Und warum gibt es die Kirchensteuer überhaupt? Fragen, die katholisch.de in einem umfangreichen Dossier beantwortet.

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