Erzbistum Berlin steigert Vermögen

Das Erzbistum Berlin hat am Mittwoch seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2013 vorgestellt. Das Vermögen der Erzdiözese beläuft sich demnach auf knapp 530 Millionen Euro. Der größte Teil des Geldes ist in Rückstellungen gebunden.

Erzbistum Berlin | Berlin - 11.11.2015

Zehn Jahre nach der drohenden Pleite ist das katholische Erzbistum Berlin finanziell wieder auf einem guten Weg. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht für 2013 hervorgeht, belief sich das Gesamtvermögen auf 529,6 Millionen Euro, 48,1 Millionen Euro mehr als 2012.

Davon entfielen 298,1 Millionen Euro auf die Rückstellungen unter anderem für Pensionen (220,5 Millionen Euro). Das Eigenkapital betrug knapp 197 Millionen Euro. Der Sachwert für Grundstücke und Gebäude machte 135,8 Millionen Euro aus. Im Bistumshaushalt von 2013 listet die Bilanz Einnahmen von 223,3 Millionen Euro auf, davon 107,6 Millionen Euro aus Kirchensteuern und 4,4 Millionen Euro an Staatsleistungen. Auf der Ausgabenseite machten die Personalkosten mit 91,6 Millionen Euro den größten Posten aus.

Noch vor gut einem Jahrzehnt hatte das Erzbistum über 120 Millionen Euro Schulden. Sie entstanden unter anderem durch die Doppelstrukturen vor der Wiedervereinigung Deutschlands. Für die Sanierung verkaufte die Bistumsverwaltung Immobilien und baute Stellen ab. Zudem trug eine 30-Millionen-Euro-Hilfe der anderen deutschen Bistümer zum Sanierungskurs bei.

Ihre Vermögensverhältnisse legten auch die Erzbistümer Paderborn und Köln sowie die Bistümer Aachen, Speyer und Limburg zumindest teilweise bereits offen. Die anderen ostdeutschen Diözesen wollen Anfang Dezember nachziehen. Ein Anlass ist der Finanzskandal um den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beim Bau seines Bischofshauses. (KNA)

17:05 Uhr: Ergänzt um weitere Details und Hintergrundinforamtionen.

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Der Jahresbericht mit Finanzbericht im Original auf der Seite des Erzbistums Berlin.

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