Festgottesdienst zum 25. Jahrestag

Mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Frankfurter Kaiserdom haben am Samstagmorgen die für die Bundesrepublik zentralen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit begonnen. Das Motto lautet "Liebe überwindet Grenzen".

Deutsche Einheit | Frankfurt - 03.10.2015

Mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Frankfurter Kaiserdom haben am Samstagmorgen die für die Bundesrepublik zentralen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit begonnen. Zu dem Gottesdienst unter dem Motto "Liebe überwindet Grenzen" hatten sich etwa 1.100 Menschen eingefunden, darunter zahlreiche hochrangige Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft mit Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesratspräsident Volker Bouffier an der Spitze.

In seiner Predigt sagte der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, 25 Jahre Deutsche Einheit böten viel Grund zur Dankbarkeit. Zugleich gehe es darum, den Feiertag nicht national zu überhöhen. Jung äußerte die Hoffnung, dass Gott allen die Kraft schenken möge, das Zusammenleben in Deutschland so zu gestalten, dass Menschen das leben könnten, worauf es ankomme, nämlich füreinander da zu sein und zu einem guten und friedlichen Miteinander in Europa und in der Welt beizutragen.

Der Apostolische Administrator für das Bistum Limburg, Weihbischof Manfred Grothe, der den Gottesdienst leitete, betonte: "Die Vielfalt bestimmt unser Land, wir sind dankbar für sie - und genauso ist uns die Einheit unseres Landes ein großes, kostbares Geschenk und Gut." Es sei wahrhaft ein Grund zur Freude und zum Danken, "dass wir wieder in einem geeinten Deutschland leben können", sagte Grothe, zu dessen Bistum Limburg Frankfurt gehört.

Zu den Mitwirkenden des Gottesdienstes zählten neben anderen auch der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, Vertreter des Judentums, des Islam und der Sikh-Religion sowie der nach einem Unfall in der ZDF-Show "Wetten, dass...?!" querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch. Er berichtete von Schwierigkeiten im Alltag, die keine Luxusprobleme seien. "Aber andererseits", so Koch, "kommen sie mir gerade auch wieder kleiner vor im Vergleich zu den Grenzen und Behinderungen, denen sich die Menschen ausgesetzt sehen, die vor Terror und Krieg fliehen."

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von rund 120 Musikern. An seinem Ende erklang das Lied "Nun danket alle Gott". (KNA)

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