Forscherin: Jesus als Vorname ist schwere Bürde

Mit "No-Gos" oder "Tabu-Namen" bezeichnet die Vornamenforscherin Gabriele Rodriguez Namen, die dem Kind das Leben ihrer Ansicht nach schwermachen können. Dazu zählt die Forscherin auch den Namen Jesus.

Kinder | Frankfurt - 27.08.2017

Gabriele Rodriguez (56), Vornamenforscherin, warnt Eltern davor, ihr Kind Jesus zu nennen. Der Name sei zwar nicht verboten, aber "eben doch eine sehr schwere Bürde, die dem Kind damit aufgeladen wird", sagte die Wissenschaftlerin von der Uni Leipzig im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Den ersten deutschen Jesus gab es demnach 1997.

Mit "No-Gos" oder "Tabu-Namen" bezeichne sie Namen, die dem Kind das Leben wirklich schwermachen könnten. So sei auch Adolf offiziell gestattet, aber historisch enorm vorbelastet. "Allerdings erfahre der Name ein kleines Comeback", sagte Rodriguez. In den vergangenen Jahren seien regelmäßig rund 20 Neugeborene so genannt worden, meist nach dem Großvater. "Verweigern können Standesämter den Namen nur, wenn sich klare rechtsradikale Hintergründe nachweisen lassen", erklärte die einzige auf Vornamen spezialisierte deutsche Forscherin an der Namensberatungsstelle der Universität Leipzig. (KNA)

Dossier: Jesus Christus: Der Sohn Gottes

Er ist der Messias, der Gesalbte, der menschgewordene Sohn Gottes, der Auferstandene und die Mitte unseres Glaubens: Jesus Christus. In Beiträgen namhafter Theologen sowie Videos stellt katholisch.de die zentrale Person des Christentums vor.

Zum Dossier

RSS-Feeds  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2017