Franziskus beklagt unchristliche Leibfeindlichkeit
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Papst legt Sonntagsevangelium aus

Franziskus beklagt unchristliche Leibfeindlichkeit

Christen sollten ihren Körper als "wunderbares Geschenk von Gott" begreifen, sagt Papst Franziskus. Und er hat auch einen Tipp, wie man mit sich umgehen sollte.

Vatikanstadt - 15.04.2018

Leibfeindlichkeit ist nach den Worten von Papst Franziskus keine christliche Haltung. Der menschliche Körper sei kein Hindernis oder gar Gefängnis für die Seele, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz.

In seiner Ansprache forderte Franziskus die Gläubigen auf, den eigenen Leib wie den anderer Menschen mit Respekt und Sorgfalt zu behandeln. "Der Körper ist ein wunderbares Geschenk von Gott", so der Papst. Zwar könne er zum Anlass oder Instrument von Sünden werden; deren Ursachen lägen aber in der moralischen Schwäche des Menschen.

Franziskus äußerte sich zum Sonntagsevangelium, in dem der auferstandene Christus den Jüngern nicht nur seine Wunden zeigt, sondern auch mit ihnen isst. Der Auferstandene sei kein Gespenst, sondern ein Mensch mit Leib und Seele gewesen. Jede Beleidigung, Verletzung oder Gewalt gegen den Körper eines anderen sei eine Schmähung Gottes als Schöpfer, so der Papst. Dabei denke er besonders an misshandelte Kinder, Frauen und alte Menschen. (KNA)