Für eine Welt ohne Chemiewaffen

Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland begrüßen die Vergabe des Friedensnobelpreises an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Der syrische Bürgerkrieg habe erneut gezeigt, "welch verheerende Auswirkungen der Einsatz von Chemiewaffen gegen Menschen hat", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission "Justitia et Pax", Bischof Stephan Ackermann, am Freitag gegenüber katholisch.de. Deshalb sei es "gut und richtig", wenn solch eine Organisation in das Bewusstsein der Weltbevölkerung rücke.

Friedensnobelpreis | Bonn - 11.10.2013

Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland begrüßen die Vergabe des Friedensnobelpreises an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Der syrische Bürgerkrieg habe erneut gezeigt, "welch verheerende Auswirkungen der Einsatz von Chemiewaffen gegen Menschen hat", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission "Justitia et Pax", Bischof Stephan Ackermann, am Freitag gegenüber katholisch.de. Deshalb sei es "gut und richtig", wenn solch eine Organisation in das Bewusstsein der Weltbevölkerung rücke.

Auch das Katastrophenhilfswerk Caritas international, das die Leiden der Zivilbevölkerung in Syrien tagtäglich erlebt, zeigt sich vorsichtig optimistisch: "Unsere Hoffnung ist, dass mit der jetzt begonnen Vernichtung der syrischen Chemiewaffen, zu der die OPCW maßgeblich beiträgt, der erste Schritt zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes getan wird," sagte der stellvertretende Leiter Christoph Klitsch-Ott, gegenüber katholisch.de.

Ackermann betonte, dass die Organisation einen wichtigen Beitrag zur Friedenssicherung in der Welt leiste – ein Anliegen, das auch in der katholischen Kirche oberste Priorität habe. Die Vergabe des Preises an die OPCW erinnere daran, dass das Ziel einer Welt ohne Chemie- und anderer Massenvernichtungswaffen noch nicht erreicht sei. Daher könne der Preis eine Ermutigung für alle Menschen sein, die sich teilweise unter Lebensgefahr für Frieden und gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen, so der Bischof von Trier.

Das Nobelkomitee hatte seine Entscheidung am Freitag in Oslo bekanntgegeben. Die Organisation habe sich über die Jahrzehnte gegen den Einsatz von Chemiewaffen eingesetzt, begründete die Jury ihre Entscheidung. Gerade die Lage in Syrien und die notwendige Vernichtung der Chemiewaffen in dem Land habe die große Bedeutung der OPCW-Arbeit verdeutlicht.

Der Friedensnobelpreis ist eine der renommiertesten Auszeichnungen weltweit. Seit der Gründung 1901 wurde er bislang 94 Mal verliehen; unter den Preisträgern waren 101 Personen und 25 Organisationen. Den ersten Friedensnobelpreis bekamen 1901 der Schweizer Henri Dunant und der französische Pazifist Frederic Passy. Dunant gründete das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. (luk/bod/KNA)

RSS-Feeds  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2018