Gedenken an die Lateran-Verträge von 1929

Vertreter des Vatikan und Italiens würdigen am Dienstag die Unterzeichnung der Lateran-Verträge vor 87 Jahren. Auf der Agenda steht aber auch das umstrittene Thema der Homo-Ehe.

Geschichte | Rom - 23.02.2016

Vertreter des Vatikan und Italiens würdigen am Dienstag die Unterzeichnung der Lateran-Verträge vor 87 Jahren. Dazu treffen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Ministerpräsident Matteo Renzi mit ihren Delegationen in der italienischen Botschaft beim Heiligen Stuhl zusammen.

Am 11. Februar 1929 hatten das Königreich Italien und der Heilige Stuhl die Lateran-Verträge abgeschlossen, die den Status des Vatikanstaats als Völkerrechtsobjekt und seine Beziehungen zum italienischen Staat regelten. Wegen der Mexiko-Reise von Papst Franziskus war das Treffen in diesem Jahr um 12 Tage verschoben worden. Parolin wird begleitet vom Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco.

Zu den Themen der Begegnung dürfte neben allgemeinen Punkten des Staat-Kirche-Verhältnisses auch die im Senat anstehende Abstimmung über ein Gesetz für eingetragene Lebenspartnerschaften von Homosexuellen zählen. Der Vatikan und die italienische Kirche haben die katholischen Abgeordneten aufgefordert, ihr Gewissen in dieser Frage genau zu prüfen. Franziskus stellte indessen auf seinem Rückflug von Mexiko klar, als Papst wolle er sich nicht in die italienische Politik einmischen. (KNA)

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Der Papst ist nicht nur das Oberhaupt der katholischen Kirche, sondern auch "Souverän des Staates der Vatikanstadt" (Stato della Citta del Vaticano, kurz SCV). Trotz seiner geringen Größe ist im Zentrum der Kirche viel los.

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