Häftlinge basteln 300.000 Rosenkränze für Papstbesuch

Papst Franziskus kommt in einer Woche nach Peru. Damit auch Gefangene an der Vorfreude des lateinamerikanischen Landes teilhaben können, gab es in zwölf Gefängnissen eine besondere Aktion.

Peru | Lima - 10.01.2018

Anlässlich der Reise von Papst Franziskus nach Peru haben Gefangene aus dem ganzen Land rund 300.000 Rosenkränze angefertigt. Deren Verkauf soll laut dem vatikanischen Pressedienst Fides unter anderem dazu beitragen, die Ausgaben der Erzdiözese Lima für den Papstbesuch zu decken. Zudem sollen die Gewinne den 650 beteiligten Gefangenen zugute kommen und ihnen ein "Gefühl der Zugehörigkeit zum Klima der Freude und Hoffnung" im Vorfeld der Reise vermittelt werden.

Auf Initiative der nationalen Strafvollzugsbehörde haben Häftlinge in Frauen- und Männergefängnissen drei Monate lang die Rosenkränze zusammengesetzt. Die zwölf Haftanstalten nehmen an einem Programm namens "produktive Gefängnisse" teil. Die Gebetsketten bestehen aus Perlen und einem Kreuz aus Holz sowie einem Medaillon mit dem Foto von Franziskus und dem Schriftzug "Peru 2018".

In einem Image-Video auf dem YouTube-Kanal der Strafvollzugsbehörde ist zu sehen, wie dutzende Frauen – in offizielle T-Shirts der Papstreise gekleidet – tausende Rosenkränze zusammensetzen und verpacken. "Ganz Peru wird sehen, was ihr mit euren Händen fertigen könnt", sagte der Organisator der Reise, Luis Gaspar Uribe, laut Fides bei einem Besuch der Haftanstalt "Jungfrau von Fatima". Der Diözesanpriester versicherte den Gefangenen, sie bräuchten sich nicht zu schämen, auch Gott schäme sich ihrer nicht.

Die peruanische Regierung stellt 37 Millionen Peruanische Sol (rund 9 Millionen Euro) für die Papstreise zur Verfügung. Allerdings kämen auch auf die Kirche Kosten zu, etwa für hunderte Messgewänder und die Vorbereitung der von Franziskus besuchten Gotteshäuser, sagte Limas Bistumssprecher gegenüber Fides. Durch den Rosenkranz-Verkauf könnten die teilweise gedeckt werden. Von 18. bis 21. Januar besucht Franziskus Peru; bereits ab dem 15. Januar ist er im südlichen Nachbarland Chile. (luk)

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