Politik

Petrys früherer Religionslehrer vermisst Moral

Heinrich Peuckmann übt Kritik an AfD-Chefin

Kamen - 16.03.2016

Der frühere Lehrer der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, Heinrich Peuckmann (66), vermisst bei seiner ehemaligen Schülerin eine soziale Einstellung. Die Wochenzeitung "Zeit" habe ihn einmal zu Petry befragt, "und ich habe einzig gesagt, dass Frauke eine intelligente Schülerin war", äußerte Peuckmann am Dienstag via Facebook. "Man muss da, merke ich, begrifflich genau sein, intelligent, nicht klug. Denn mit Klugheit verbindet sich Moral. Die kann ich bei ihr nicht (mehr) erkennen."

Der Krimiautor und frühere Religionslehrer am Bergkamener Gymnasium warf Petry ein "undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild" vor. Petry, die 1995 ihr Abitur machte, habe den Religionsunterricht besucht, "und in diesem Unterricht spielten christliche Werte wie Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, besonders auch Nächstenliebe, die gerade jenem zusteht, der in Not ist (zum Beispiel einem Flüchtling), eine Rolle".

Er freue sich immer, wenn er ehemalige Schüler wiedersehe, so Peuckmann weiter. Bei der AfD-Vorsitzenden allerdings gehe es ihm anders. "Jemanden wie Frauke mit so einem Menschenbild und mit plumper Verdrehung der Wahrheit möchte ich denn doch nicht mehr treffen. Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe." (KNA)

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