Indischer Priester niedergestochen

Der Angreifer im australischen Melbourne stürmte mit einem Messer auf den Priester zu und verletzte ihn am Nacken. Dabei rief er dem Geistlichen etwas zu.

Kriminalität | Melbourne - 19.03.2017

In einem Vorort von Melbourne in Australien ist ein indischer Priester während der Messe niedergestochen worden. Das Motiv sei offenkundig Rassismus, berichten australische Medien (Sonntag). Ein Mann sei am Morgen mit einem Messer auf den 48-Jährigen zugestürmt und habe ihm am Nacken verletzt. Der Angreifer habe dem Priester zugerufen, er müsse Hindu oder Muslim sein und könne nicht eine katholische Messe feiern. Der Geistliche, Tomy Kalathoor Mathew, erhole sich im Krankenhaus und wolle bald wieder seinen Dienst aufnehmen, teilte die Erzdiözese Melbourne mit.

Größte christliche Konfession in Australien

Der Katholizismus ist die größte christliche Konfession in Australien. In der indischen Heimat des Priesters leben geschätzt rund 20 Millionen Katholiken. Unter den rund 1,25 Milliarden Indern sind sie nur eine kleine Minderheit. Im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil ist ihr Einfluss im Land ist jedoch viel größer. Die Kirche stellt ein Fünftel der schulischen Leistungen, dazu ein Viertel aller Unterstützungsprogramme für Witwen und Waisen und knapp ein Drittel der Versorgung von Lepra- und Aidskranken. Indien ist auch das Land mit den meisten Priesterberufungen weltweit. (KNA)

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