Jung - und trotzdem im Orden

Ein furchtbares Noviziat? Ein Leben im Zölibat? Warum sich vier junge Ordensleute aus Österreich das antun, berichten sie in einer neuen Video-Serie. Auch persönliche Krisen bleiben nicht außen vor.

Österreich | Bonn - 12.10.2017

Schwester Nathanaela erklärt, warum sie trotz furchtbarem Noviziat im Kloster blieb, Pater Alphonse spricht über den Zölibat und Schwester Ida erzählt von einer schicksalhaften Begegnung mit einem Betrunkenen: Die Ordensgemeinschaften Österreichs haben auf Facebook und Youtube gemeinsam eine Videoserie gestartet, in der junge Ordensleute sich und ihre Lebenswelt vorstellen. Jeden Tag geben sie zu unterschiedlichen Themen Auskunft.

Arbeit, Berufung und moderne Glaubenszugänge

Wie die Orden auf ihrer Homepage ordensgemeinschaften.at mitteilen, sprechen in der Serie insgesamt vier junge Ordensleute zwischen 24 und 35 Jahren über ihren Alltag, ihre Berufung und ihre Arbeit, erklären, wie sie mit Klischees umgehen und was für sie moderne Glaubenszugänge sind. "Sie eröffnen den Usern einen Zugang zu ihrer Welt", erklärt Ferdinand Kaineder, Leiter des Medienbüros der Ordensgemeinschaften.

Die Neugier vieler Menschen am Ordensleben sei groß, ist sich Kaineder sicher. Das zeige auch die bisherige große Resonanz: Nach seinen Angaben haben die Filme mehr als 15.000 Interessierte erreicht, seit sie vor einer Woche online gestellt wurden.

An der Serie beteiligt sind Schwester Maria Ida Vorel, Franziskanerin aus Vöcklabruck, Frater Alois Köberl, Benediktiner im Stift Melk, Schwester Nathanaela Gmoser von den Benediktinerinnen der Anbetung und der Steyler Missionar Pater Alphonse Fahin. Zu sehen sind die Videos auf dem Facebookauftritt der Ordensgemeinschaften oder über ihren Youtube-Kanal. Die Serie soll nach Angaben von Ferdinand Kaineder mindestens bis Ende November laufen. (gho)

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