"Junge Videomacher für christliche Themen gewinnen"

Der Gewinner des christlich inspirierten YouTube-Wettbewerbs "1'31" steht fest: Sieger ist der Freiburger Filmemacher Christoph Peters. Er hat das Schicksal eines Flüchtlings in den Mittelpunkt seines Videos gerückt.

Medien | Köln - 08.08.2015

Ein Kurzfilm über das Schicksal eines Flüchtlings hat den christlich inspirierten YouTuber-Nachwuchswettbewerb "1'31" gewonnen. Das Preisgeld von 5.000 Euro geht an den Freiburger Filmemacher Christoph Peters. "Die Themenwahl ist hochaktuell, und die Kraft der Inszenierung in einer Art 'filmischen Kammerstücks' hat die Jury überzeugt", erklärte Jurypräsident Matthias Sellmann anlässlich der Preisverleihung am Samstag bei den VideoDays in Köln.

Gut 500 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren hatten nach Angaben der Veranstalter mehr als 100 Beiträge über "Glaube, Liebe, Hoffnung" eingereicht. Die Einsendungen seien aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Italien gekommen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 11.000 Euro vergeben.

Er habe ein Stilmittel gewählt, das im Wettbewerb auffallen sollte, sagte Gewinner Peters der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Sein Beitrag ist mit einer einzigen Kameraeinstellung in einem Hochhaus gedreht worden. Ein Flüchtling rafft seine Habseligkeiten zusammen, stürzt mehrere Treppen nach oben, verliert Teile seiner Habe und landet schließlich im obersten Geschoss des Gebäudes, das Peters zufolge eine bessere Welt symbolisieren soll. Der Flüchtling wird dort festgenommen - das Ende bleibt offen.

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Der Gewinner des YouTube-Wettbewerbs "1'31": "Upstairs" vom Freiburger Filmemacher Christoph Peters. Darin beleuchtet er mit einer einzigen Kameraeinstellung das Schicksal eines Flüchtlings.
 youtube.de

Der zweite Platz ging an Paul Cossmer aus Berlin mit einer Art Glaubensbekenntnis als Rap. "Ich finde, Glaube wird oft als Drama dargestellt", sagte Cossmer der KNA. Dabei sei er etwas, das Kraft schenke. "Der Glaube gibt mir die Möglichkeit, mein Leben zu genießen."

"Glaubenskommunikation braucht Frischzellenkur"

Insgesamt wurden neun Preise vergeben. Die mehr als 100 Beiträge sind im Internet unter www.1-31.tv abrufbar. Unter den Nutzern seien zum Beispiel Religionslehrer, sagte Sellmann. Auch hätten sich kirchliche Entscheider schon an Kreative gewandt.

Ziel des Wettbewerbs sei es, "die junge Videomacher-Generation für christlich inspirierte Themen zu gewinnen", erklärte Sellmann, der die Aktion initiiert hat und in Bochum das Zentrum für angewandte Pastoralforschung leitet. "Die Glaubenskommunikation der Kirchen benötigt dringend die Frischzellenkur junger, unkonventioneller Leute." Diese Talente würden mit Hilfe des Wettbewerbs gefördert. Die Organisatoren bewerteten ihn als erfolgreich. Sellmann hat für die Aktion ein Netzwerk von katholischen und evangelischen Medienschaffenden aufgebaut. In diesem und im nächsten Jahr soll es eine neue Auflage von "1'31" geben. (KNA)

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