Kauft Bistum Limburg "Mundipharma"-Verwaltungssitz?

Das Bistum Limburg muss zwei Verwaltungsgebäude sanieren und über 100 Mitarbeiter umquartieren. Jetzt scheint ein neuer Standort gefunden. Doch alleine stemmen kann man den Millionenbetrag wohl nicht.

Bistum Limburg | Limburg - 07.03.2018

Das Bistum Limburg beteiligt sich möglicherweise am Kauf des ehemaligen Verwaltungssitzes des Pharmazieunternehmens "Mundipharma". Wie die Diözese auf ihrer Internetseite mitteilt, stehen die Überlegungen im Zusammenhang mit dem Sanierungsbedarf zweier Verwaltungsgebäude des Bistums und der damit verbundenen Umquartierung von über 100 Mitarbeitern. "Die bischöfliche Verwaltung prüft derzeit verschiedene Varianten, um den akuten Raumbedarf abzudecken", sagte Generalvikar Wolfgang Rösch laut der Mitteilung. Auch die Stadt Limburg zeigt demnach Interesse an dem Komplex, um dort Teile ihrer Verwaltung unterzubringen. Bistum und Stadt stünden derzeit "in engem Austausch" über einen möglichen gemeinsamen Kauf und die gemeinsame Nutzung.

Der Kaufpreis des Areals mit zwei Verwaltungsgebäuden, einem Konferenzzentrum und einer noch unbebauten Fläche von 2,2 Hektar liegt bei rund 11 Millionen Euro. "Mundipharma" hatte im März 2017 angekündigt, den Standort Limburg bis Ende 2018 größtenteils schließen zu wollen und seine Produktion hauptsächlich ins englische Cambridge zu verlagern. Das Unternehmen wurde 1967 in Frankfurt am Main gegründet und war seit 1975 in Limburg ansässig.

Die weitere Vorgehensweise

"Nach einer ersten Besichtigung der Räumlichkeiten wird das Bistum nun eine vertiefte Prüfung beginnen, um wirtschaftliche und bautechnische Fragen zu klären", sagte der Finanzdezernent der Diözese Limburg, Gordon Sobbeck. Nach dieser Prüfung sollen sich die zuständigen Gremien des Bistums mit der Angelegenheit befassen und über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

Mitte Februar hatte die Diözese bekanntgegeben, dass zwei ihrer Verwaltungsgebäude dringend sanierungsbedürftig seien. Im Katharina-Kasper-Haus – unter anderem Sitz des Diözesan-Caritasverbandes – waren den Angaben zufolge neben Asbest weitere Gefahrstoffe wie Biphenyle und Pentachlorphenol gefunden worden. In einem zweiten Verwaltungsgebäude müssen Dach und Fassade saniert und eine Brandmeldeanlage installiert werden. Die Gesamtkosten für die Sanierungsarbeiten sollen im zweistelligen Millionenbereich liegen. (tmg)

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