Kölner Stadtdechant verurteilt ausgeartete Abi-Streiche

Stadtdechant Robert Kleine hat die in Gewalt ausgearteten Abi-Streiche in Köln scharf verurteilt. Dies sei nicht hinzunehmen und müsse mit aller Konsequenz verfolgt werden, erklärte er. Er mahnte künftige Abiturienten zu Respekt.

Gesellschaft | Köln - 18.03.2016

Die in Gewalt ausgearteten Abi-Streiche in Köln hat Stadtdechant Robert Kleine scharf verurteilt. Dies sei nicht hinzunehmen und müsse mit aller Konsequenz strafrechtlich verfolgt werden, erklärte er am Freitag in Köln. Nach den Silvesterübergriffen sei die Stadt zum zweiten Mal wegen Straftaten in die Schlagzeilen geraten, kritisierte der katholische Geistliche. Er mahnte künftige Abiturienten zu gegenseitigem Respekt.

Kleine bekundete Verständnis dafür, dass Schüler mit der "Mottowoche" ihre Zulassung zum Abitur feiern. Dies habe er vor 30 Jahren auch getan. Nach dem "Abi-Streich", bei dem die Lehrer durch den Kakao gezogen worden seien, habe man dann mit den Abiturienten der anderen Gymnasien gefeiert.

Seit Jahren sei leider zu beobachten, dass die Stimmung kippe, so der Stadtdechant. "Nicht mehr die Freude über die erreichte Zulassung und das Miteinanderfeiern scheinen im Vordergrund zu stehen, sondern der Angriff auf die als Gegner verstandenen anderen Schulen: Angriffe auf Gebäude, Schüler und Lehrer, die in diesem Jahr von der Sachbeschädigung bis zur schweren Körperverletzung reichen." Es sei kindisch und kriminell, nach Jahren der Schule "die Sau raus zu lassen". - Bei den Abi-Streichen waren in der Nacht zum Dienstag zwei Schüler schwer am Kopf verletzt worden. (KNA)

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