Missbrauchsopfer erfährt Anerkennung

Das Erzbistum Freiburg hat das Leid einer Frau anerkannt, die angibt, von einem Priester über Jahre sexuell missbraucht worden zu sein. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück. Nach Angaben des Bistums Münster, wo der Pfarrer arbeitet, stehen noch weitere Befragungen aus.

Erzbistum Freiburg | Freiburg/Münster - 28.05.2015

Das Erzbistum Freiburg hat das Leid einer Frau anerkannt, die angibt, von einem Priester ab den 1970er Jahren über Jahre hinweg sexuell missbraucht worden zu sein. Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz erhielt sie eine Anerkennungszahlung. Der beschuldigte Pfarrer, der im Bistum Münster arbeitet, weist die Vorwürfe zurück.

"Auch wenn wir nicht alle Details klären können, haben wir keinerlei Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau als Missbrauchsopfer", sagte der Freiburger Bistumssprecher Robert Eberle am Donnerstag auf Anfrage. Die Frau, die in der Nähe von Freiburg lebt, hatte sich bereits vor Monaten an die Freiburger Missbrauchsbeauftragte gewandt.

Für das Bistum Münster sagte Sprecher Stephan Kronenburg der Katholischen Nachrichten-Agentur, für eine Klärung des Falls seien weitere Befragungen des mutmaßlichen Opfers nötig. Die Aussagen des Priesters widersprächen fundamental den Angaben der Frau.

Die Frau wiederum wirft dem Bistum Münster vor, das Verfahren zu verschleppen. Zudem leide sie unter immer neu eingeforderten Befragungen und Anhörungen. Kronenburg räumte ein, dass die Diözese in der Vergangenheit der Frau zu viele verschiedene Gesprächspartner angeboten habe. (KNA)

 

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