Mit Freude und großer Offenheit

Mit einem feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel hat die katholische Kirche den Eucharistischen Kongress in Köln eröffnet. In der Eucharistie suche Gott unsere Freundschaft, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch.

Eucharistischer Kongress | Köln - 05.06.2013

Mit einem feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel hat die katholische Kirche den Eucharistischen Kongress in Köln eröffnet. Bei sonnigem Wetter versammelten sich dazu rund 6.000 Menschen am Tanzbrunnen. In seiner Predigt rief der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, dazu auf, das Glaubenstreffen "mit Freude und großer innerer Offenheit" zu begehen.

"Wir suchen Höheres als den Kölner Dom und Schöneres als die Werke der Kultur", so der Freiburger Oberhirte weiter. Die Katholiken in Deutschland und den angrenzenden Ländern wollten Jesus Christus "in einer herausgehobenen Weise" ehren und ihm in der Eucharistie begegnen. "In der Eucharistie sucht der Herr unsere Freundschaft, durch die er uns Anteil gibt an sich selbst und an allem, was er hat und was er ist", so Zollitsch wörtlich. Im Mittelpunkt des bis Sonntag dauernden Treffens steht die Eucharistie als zentrales Sakrament der katholischen Kirche. Nach ihrem Verständnis wird in der Eucharistiefeier durch eine Wandlung von Brot und Wein Christus selbst gegenwärtig.

Zollitsch äußerte die Hoffnung, dass das Fest "über den Kirchenraum hinaus" ausstrahle: Die Gemeinschaft mit Gott dränge dazu, "den Schutz- und Innenraum eines vermeintlichen Wohlfühl-Christentums zu verlassen und zu den Menschen der modernen Welt als Missionare zu gehen". Jesus Christus sei für alle Mensch geworden und habe "auch für die entferntesten Sünder sein Leben gegeben".

20-Meter-Kreuz als Symbol des Kongresses

Hauptzelebrant des Gottesdienstes war Kardinal Joachim Meisner, der als Oberhirte an der Spitze der gastgebenden Erzdiözese Köln steht. Er bekundete die Hoffnung, dass alle Teilnehmer ein wenig glücklicher aus Köln weggingen als sie dorthin gekommen seien. An dem Altar am Rheinufer wurde ein 20 Meter hohes Kreuz aufgestellt, das nachts erleuchtet wird und als Symbol des Kongresses dienen soll. Nach der Messe zogen die Teilnehmer in einer Prozession über eine Rheinbrücke zum Dom, wo sie eine Lichtinstallation mit Orgelklängen und Gesang erwartete.

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Ein Beitrag der Serie "Katholisch für Anfänger". Die Zeichentrickserie erklärt auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum. In dieser Folge geht es um die Eucharistie und ihre Bedeutung im christlichen Glauben.
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In einer Pressekonferenz hatte der Sekretär des Eucharistischen Kongresses, Monsignore Robert Kleine, das Glaubensfest am Nachmittag als Suche nach dem immer Größeren, nach Gott gewürdigt: "Auf diese gemeinsame Suche nach dem Höheren freue ich mich schon sehr." Sie finde ihren Ausdruck in Katechesen, in Gottesdiensten und im gekonnten Spiel mit Licht und Musik.

Dank für Kölner Gastfreundschaft

Hermann-Josef Johanns, der Projektleiter des Kongresses, hob die Gastfreundschaft der Stadt Köln hervor: "Aus der langen gemeinsamen Vorbereitungszeit kann ich mit ganzem Herzen sagen: Wir waren in der Stadt nicht nur geduldet, sondern auf das Herzlichste willkommen." 600 Gemeinschaftsquartiere, 140 Jugendherbergsplätze und 220 Privatunterkünfte zeugten von der großen Gastfreundschaft der Kölner.

Zu dem Kongress mit rund 800 Veranstaltungen haben sich nach Angaben der Organisatoren rund 40.000 Teilnehmer angemeldet, darunter 8.000 Dauergäste. Das Kölner Treffen dauert bis Sonntag und steht unter dem biblischen Leitwort "Herr, zu wem sollen wir gehen?" (Joh 6,68). Geplant sind Glaubensgespräche, Gottesdienste, Beichten, Podien, Vorträge, Bühnenveranstaltungen sowie Konzerte. (stz/KNA)

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