Neue Post vom Bischof

Die katholischen Bischöfe arbeiten an einem neuen gemeinsamen Brief für Gläubige, die aus der Kirche austreten. "Wir wollen in einem versöhnlichen Ton auf Ausgetretene zugehen, unser Bedauern über ihren Schritt ausdrücken und um ihre Rückkehr werben", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch am Samstag in Freiburg.

Kirchenaustritt | Freiburg - 19.11.2012

Die katholischen Bischöfe arbeiten an einem neuen gemeinsamen Brief für Gläubige, die aus der Kirche austreten. "Wir wollen in einem versöhnlichen Ton auf Ausgetretene zugehen, unser Bedauern über ihren Schritt ausdrücken und um ihre Rückkehr werben", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch am Samstag in Freiburg.

Gleichzeitig mache das Schreiben aber auch die kirchenrechtlichen Folgen einer Kirchenaustrittserklärung deutlich. Das von Zollitsch persönlich überarbeitete Schreiben werde nun mit allen deutschen Bistümern abgestimmt.

Im September hatte die Bischofskonferenz ein neues Dekret veröffentlicht, das als Folge einer Austrittserklärung nicht mehr die Exkommunikation als schwerste Kirchenstrafe vorsieht.

Gleichzeitig ist aber festgehalten, dass ein vor staatlicher Stelle erklärter Austritt weitreichende Folgen hat.

Kritik am ersten Brief

Ausdrücklich betont das Dekret, dass aus der Kirche ausgetretene Personen nicht zu den Sakramenten zugelassen sind und keine kirchlichen Ämter und Funktionen ausfüllen dürfen. Auch ein kirchliches Begräbnis kann verweigert werden.

Ein erster, gleichzeitig mit dem Dekret veröffentlichter Standardbrief an ausgetretene Katholiken war als unsensibel kritisiert worden, da er in drohendem Tonfall einseitig die Konsequenzen des Austritts betone. Dieser Kritik wolle das neue Schreiben Rechnung tragen, sagte Zollitsch am Rande der Vollversammlung des Freiburger Diözesanrats.

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