Neuer Streit

Der Streit um die Amtsführung des katholischen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst geht in eine neue Runde. In einem Offenen Brief kritisierten am Sonntag die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken sowie Priester und Laien die Führung des Bistums.

Bistum Limburg | Frankfurt - 25.08.2013

Der Streit um die Amtsführung des katholischen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst geht in eine neue Runde. In einem Offenen Brief kritisierten am Sonntag die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken sowie Priester und Laien die Führung des Bistums.

"Die Bistumsleitung muss umgehend einen anderen Weg einschlagen, will sie die katholische Kirche in unserem Bistum und darüber hinaus glaubhaft und glaubwürdig vertreten", heißt es in dem Schreiben, das am Sonntag am Ende des Gottesdienstes zum Stadtkirchenfest im Frankfurter Dom verlesen wurde.

Und weiter: "Mit großer Sorge sehen wir, dass sich die Vertrauenskrise im Bistum Limburg immer weiter zuspitzt." Die Zukunft der Diözese sei in hohem Maße gefährdet.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.
 KNA

Großes Interesse an kritischem Brief

Gefordert wird "eine umfassende, ehrliche, schonungslose Information über alle in die Kritik geratenen Vorgänge in der Bistumsleitung".

Die Autoren appellieren zudem an den Bischof zu respektieren, dass "die von Ihnen zu Recht eingeforderte Loyalität nicht heißen kann, dass Widerspruch und Kritik verboten sind". Die Pressesprecherin der Frankfurter Stadtkirche, Doris Wiese-Gutheil, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), Kirchenbesucher hätten anschließend in langen Schlangen vor dem "Haus am Dom" gestanden, um den Brief zu unterschreiben. Binnen drei Stunden habe es mehr als 500 Unterschriften gegeben.

Ein Bistumssprecher erklärte dazu auf Anfrage, der Bischof habe zahlreiche Foren und Gesprächsmöglichkeiten geschaffen, in denen es Raum für Kritik und Aussprache gebe. Der Dialog müsse fortgesetzt werden.

Konflikt zwischen Bischof und Stadtdekan

Zwischen dem Bischof und dem Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz gibt es einen heftigen Konflikt. Tebartz-van Elst legte dem Dekan nach einem kritischen Fernsehinterview indirekt den Rücktritt nahe.

Der Bischof wird wegen seines Führungsstils und angeblicher Verschwendung kritisiert. (KNA)

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