Papst beruft Südtiroler zum Leiter der Missionswerke

Der neue Ansprechpartner für die Päpstlichen Missionswerke im Vatikan spricht nicht nur fließend Deutsch. Als früherer Verantwortlicher für die humanitäre Hilfe des Vatikan kennt er auch die Katastrophengebiete der Welt.

Vatikan | - 10.11.2017

Die Päpstlichen Missionswerke werden künftig von einem Südtiroler geleitet. Wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte, berief Papst Franziskus den langjährigen Kurienmitarbeiter Giovanni Pietro Dal Toso (53) zum neuen Präsidenten der Dachorganisation von rund 100 nationalen und regionalen Missionswerken, unter ihnen das deutsche Missionswerk "Missio" mit Sitz in Aachen und München.

Dal Toso wurde zugleich zum Beigeordneten Sekretär der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker ernannt, die für die Ortskirchen in Afrika und großen Teilen Asiens zuständig ist. In beiden Ämtern folgt er auf Protase Rugambwa aus Tansania, den Franziskus zum Sekretär dieser Behörde beförderte. Rugambwa ist ein langjähriger Kooperationspartner von "Missio".

Der sehr gut Deutsch sprechende Dal Toso wurde im norditalienischen Vincenza geboren, wuchs in Leifers in Südtirol auf und erhielt 1989 die Priesterweihe im Bistum Bozen-Brixen. 1996 begann er seine vatikanische Laufbahn als Mitarbeiter des Päpstlichen Rates "Cor Unum", der die humanitäre Hilfe des Vatikan koordiniert. Benedikt XVI. ernannte ihn 2010 zum Sekretär der Behörde, die 2017 im Zuge der Kurienreform aufgelöst wurde. (tja)

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