Papst trifft Saarlands Ministerpräsidentin

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat mit Franziskus über Migration, Klimawandel und die Kirche gesprochen. Zu ihrer Privataudienz brachte sie noch vier weitere Saarländer mit.

Vatikan | Vatikanstadt - 14.09.2017

Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), ist mit einer vierköpfigen Delegation ehrenamtlich engagierter Christen von Papst Franziskus in Privataudienz empfangen worden. Themen des Gespräches am Donnerstag im Vatikan seien die Herausforderungen von Migration, Klimawandel und Technologie für Politik, Kirche und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gewesen, erklärte sie anschließend.

Franziskus: Globalisierung mit Mut begegnen

Der Papst habe erneut darauf hingewiesen, dass es eine christliche Verpflichtung gebe, Menschen in Not zu helfen, insbesondere Kriegs- aber auch Armutsflüchtlingen. Gleichzeitig bedürften diese Herausforderungen einer klugen Politik, die den inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft nicht gefährden, so Franziskus weiter. Den wachsenden Herausforderungen durch die Globalisierung begegneten Politik und Kirche durch Mut und Offenheit, um sie zu gestalten. Sich einzuigeln, sei keine Lösung; darin seien der Papst und sie sich einig.

Nach dem gut 30-minütigen Gespräch stellte die Ministerpräsidentin dem Papst ihre vierköpfige Delegation vor, bestehend aus ehrenamtlich engagierten Christen. Sie berichteten Franziskus von ihren Erfahrungen. Der Delegation gehörten demnach ein junger Mann an, der internationalen Friedensdienst leistete, die Mitarbeiterin eines Sozialamtes, die auch Lektorin in ihrer Gemeinde ist, ein ehrenamtlicher Kirchenmusiker sowie ein Pfadfinder. Die vier stammten aus den Landkreisen bzw. Städten Neunkirchen/Saar, Sankt Wendel, Saarlouis und Saarbrücken.

Neutraler Staat, der mit Kirchen kooperiert

Kramp-Karrenbauer wies nach eigener Aussage sowohl im Gespräch mit dem Papst wie bei der anschließenden Begegnung mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin darauf hin, dass die derzeitigen Herausforderungen sich am besten bewältigen ließen in einem religiös neutralen Staat, der mit den Kirchen als Partner kooperiere. Der Papst habe dazu gesagt, weder ein streng laizistischer Staat, in dem Religion keine öffentliche Rolle spiele, noch die Bevorzugung einer Konfession seien bessere Alternativen. (KNA)

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