Priester erhält 168.000 Euro Gehalt ohne zu arbeiten

Ein italienischer Geistlicher muss sich vor Gericht verantworten, weil er mehr als sechs Jahre lang ein Gehalt als Religionslehrer bezog, obwohl er längst entlassen war. Er habe das Geld nicht bemerkt, sagt er.

Italien | Bonn/Palermo - 09.11.2017

In Palermo auf Sizilien muss sich ein katholischer Priester vor Gericht verantworten, der insgesamt 168.000 Euro Gehalt bezogen hat, ohne dafür zu arbeiten. Der sizilianische Geistliche war als Religionslehrer entlassen worden, hatte aber vermutlich wegen eines Behördenfehlers noch sechseinhalb Jahre sein Gehalt bezogen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Betrug vor. Er habe den Behördenfehler verschwiegen. Der Angeklagte sagt, er habe die fortlaufenden Überweisungen von Februars 2008 bis November 2014 nichts bemerkt. 2015 bezahlte er di zu Unrecht erhaltenen 168.000 Euro an den italienischen Staat zurück. Der Prozess soll im Februar 2018 beginnen.  (tja)

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